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Energie-News25. März 2026·3 Min. Lesezeit

Energiepreise steigen: 5 Sofort-Maßnahmen die jetzt helfen

Strom und Gas werden wieder teurer. Diese 5 Maßnahmen können Sie heute noch umsetzen — und sparen sofort echtes Geld.

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Redaktion Krisenfall

Krisenfall.eu Redaktion

Energiepreise auf dem Vormarsch

Die Schonfrist ist vorbei: Nach den relativen Entspannungen der vergangenen Monate zeigen die Energiepreise in Deutschland 2026 wieder nach oben. Gaspreise stiegen im ersten Quartal um durchschnittlich 12 %, Strompreise um 8 %. Analysten erwarten eine weitere Verschärfung im Herbst.

Was können Sie jetzt tun? Fünf Maßnahmen, die sofort wirken.

Maßnahme 1: Heizung optimieren (kostet nichts)

Die einfachste Maßnahme — und trotzdem häufig vernachlässigt:

Thermostat um 1°C senken spart rund 6 % Heizkosten. Bei einem durchschnittlichen Haushalt mit 1.500 € Jahresheizkosten sind das 90 € pro Jahr.

Konkrete Schritte:

  • Wohnzimmer: 20°C statt 22°C
  • Schlafzimmer: 16–18°C (gesünder und günstiger)
  • Abwesenheit: 15°C oder Thermostat abdrehen (NICHT ganz ausschalten bei Frost)
  • Nachtabsenkung aktivieren (60–70 % vieler Heizkörperventile haben diese Funktion)

Faustregel: Jedes Grad weniger spart ~6 % Heizenergie.

Maßnahme 2: Standby-Verbraucher eliminieren

Standby-Geräte kosten einen deutschen Haushalt im Schnitt 80–120 € pro Jahr — ohne dass man etwas davon nutzt.

Die größten Verbraucher im Standby:

GerätStandby-VerbrauchJahreskosten (30 Ct/kWh)
Fernseher (alt)15–20 W39–52 €
Spielekonsole8–12 W21–31 €
Set-Top-Box10–15 W26–39 €
Router/Modem6–10 WNur nachts ausschalten

Lösung: Schaltbare Mehrfachsteckdosen (~15 €) — alles mit einem Knopf aus.

Maßnahme 3: Tarif wechseln — jetzt

Viele Haushalte zahlen immer noch den teuren Grundversorgungstarif ihres lokalen Versorgers. Ein Wechsel kann 200–400 € pro Jahr sparen.

So geht es schnell:

  1. Aktuellen Preis (ct/kWh) auf der letzten Rechnung prüfen
  2. Vergleich auf Check24 oder Verivox
  3. Anbieterwechsel dauert ca. 6 Wochen — der neue Anbieter kümmert sich um alles

Wichtig: Angebote mit Laufzeit über 12 Monate kritisch prüfen. Preisgarantie ist wichtiger als der Aktionspreis.

Maßnahme 4: Warmwasser-Verbrauch senken

Nach Raumwärme ist Warmwasser der zweitgrößte Energiefresser im Haushalt — etwa 15–20 % der Gesamtenergie.

Sofort umsetzbar:

  • Perlatoren (Sparduschköpfe) einbauen: -30 % Warmwasserverbrauch, Kosten ca. 15–30 €, Amortisation in 2–4 Monaten
  • Dusche statt Bad: Ein Vollbad verbraucht 4–5x mehr Warmwasser als eine 5-Minuten-Dusche
  • Boiler-Temperatur: 60°C reicht (Legionellenschutz) — viele sind auf 70–80°C eingestellt

Maßnahme 5: Balkonkraftwerk installieren

Langfristig ist das Balkonkraftwerk die stärkste Maßnahme: Eine 800-Watt-Anlage (max. erlaubte Leistung in Deutschland) erzeugt bei guter Ausrichtung 600–900 kWh pro Jahr.

Einsparung: Bei 30 ct/kWh = 180–270 € pro Jahr

Kosten: Komplette Anlage ab ca. 400–700 € (inkl. Mikrowechselrichter) Amortisation: 2–4 Jahre

Voraussetzungen:

  • Balkon oder Terrasse mit Südausrichtung (auch Südwest/Südost möglich)
  • Zustimmung Vermieter/WEG bei Mietwohnungen erforderlich
  • Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister (einfach online)

Mehr Details: Balkonkraftwerk-Guide

Fazit: Die Kombination macht's

Keine dieser Maßnahmen allein löst das Energiepreis-Problem — aber zusammen können Sie 400–800 € pro Jahr einsparen. Ohne große Investition, ohne Komfortverlust.

Priorität: Starten Sie mit Maßnahmen 1 und 2 — kostenlos, sofort wirksam. Dann Maßnahme 3 (Tarifwechsel). Den Rest können Sie Schritt für Schritt angehen.


Stand: März 2026. Preise und Einsparungen sind Richtwerte. Individuelle Einsparung hängt vom aktuellen Verbrauch und Tarif ab.

Kategorie:Energie-News

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