Heizen ohne Strom 2026 — Notheizung für Blackout & Heizungsausfall
Über 80 % aller Heizungen in Deutschland brauchen Strom. Welche Notheizung funktioniert sicher in Innenräumen — und was kann tödlich sein?
Beim Testen haben wir gemerkt: Die meisten unterschätzen, wie schnell ein regionaler Stromausfall den Alltag ausbremst. Die hier beschriebenen Schritte sind das, was wir selbst zu Hause haben — und was realistisch ist, nicht das teuerste Setup auf dem Markt.

3. Januar 2026, Berlin: Ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Südwesten der Stadt schneidet 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe von Strom und Fernwärme ab — mitten im Winter, für vier Tage. Pflegeheime werden evakuiert, die Bundeswehr rückt mit Tankwagen an, das THW stellt 971 ehrenamtliche Helfer bereit. Wer eine Notheizung hatte, überbrückte den Ausfall selbstständig. Wer nicht — wartete auf staatliche Hilfe.
Was viele unterschätzen: Bereits nach 12 Stunden ohne Heizung sinkt die Raumtemperatur in einem schlecht gedämmten Altbau auf 8 bis 10 Grad. Nach 24 Stunden bei Frost liegt sie nahe dem Gefrierpunkt. Rohre frieren ein, Kondenswasser bildet sich an den Wänden, und ältere Menschen oder Kleinkinder geraten in akute Unterkühlungsgefahr. Das BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) empfiehlt deshalb ausdrücklich, eine stromunabhängige Wärmequelle vorzuhalten.
Das strukturelle Problem: Über 80 % aller Heizungen in deutschen Haushalten benötigen Strom — für Steuerung, Umwälzpumpe, Zündung oder Gebläse. Gas-Brennwertkessel, Ölheizungen, Wärmepumpen, Pelletöfen mit Elektronik — alles nutzlos ohne Netzstrom. Auch wenn der Gastank voll ist. Selbst eine moderne Gas-Brennwerttherme braucht 100 bis 200 Watt für Zirkulationspumpe, Steuerplatine und elektronische Zündung. Fällt der Strom aus, bleibt die Heizung kalt, obwohl Gas fließt.
Genau hier setzt dieser Artikel an. Sie erfahren, welche Notheizung für Innenräume sicher funktioniert, worauf Sie beim Heizen ohne Strom achten müssen, und welche mobile Heizlösung für Ihren Wohntyp passt. Ob Mietwohnung im Altbau, Eigenheim mit Schornstein oder WG im Dachgeschoss: Für jede Situation gibt es eine praktikable Lösung. Und wir zeigen Ihnen auch, welche vermeintlichen Notheizungen lebensgefährlich sind — denn jedes Jahr sterben in Deutschland rund 650 Menschen an Kohlenmonoxidvergiftungen, viele davon durch improvisiertes Heizen bei Stromausfall.
Warum fällt die Heizung bei Stromausfall aus?
Viele Haushalte gehen davon aus, dass ihre Gasheizung auch ohne Strom funktioniert. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Eine moderne Gas-Brennwerttherme enthält eine elektronische Steuerungsplatine, eine elektrische Umwälzpumpe und eine elektronische Zündung. Ohne diese drei Komponenten passiert nichts: kein Zündfunke, kein Wasserumlauf, keine Regelung. Der Stromverbrauch liegt bei 100 bis 200 Watt, aber ohne diese Watt bleibt der Kessel kalt.
Ölheizungen haben das gleiche Problem. Wärmepumpen benötigen sogar 1.000 bis 4.000 Watt und funktionieren bei Stromausfall überhaupt nicht. Pelletöfen mit elektronischer Steuerung, Förderschnecke und Gebläse fallen ebenfalls aus. Selbst Fußbodenheizungen, die über einen Pufferspeicher laufen, verlieren ohne Umwälzpumpe nach wenigen Stunden ihre Wärme.
Die einzigen Heizungen, die komplett ohne Strom arbeiten: Kaminöfen mit natürlichem Zug (Schornstein), Petroleumöfen mit mechanischer Zündung und mobile Gasheizer mit Piezo-Zündung. Genau diese Geräte stehen im Fokus dieses Artikels. Wer zusätzlich eine Powerstation besitzt, kann damit die bestehende Gasheizung für einige Stunden weiter betreiben. Das ist eine elegante Brückenlösung für kurze Stromausfälle von bis zu 8 Stunden.
CO-Vergiftung: Die unsichtbare Gefahr beim Heizen
Kohlenmonoxid (CO) ist farb- und geruchlos. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sterben in Deutschland jährlich ca. 650 Menschen an CO-Vergiftungen.
Niemals in Innenräumen: Holzkohlegrill, Gartengrill, Benzin-Generator, Gasheizer ohne ODS-Sensor. Das tötet lautlos.
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2. Hypothermie-Gefahr bei Stromausfall: Wann wird Kälte lebensbedrohlich?
648 Todesfälle durch Unterkühlung zählt das Statistische Bundesamt für Deutschland im Zeitraum 2018 bis 2022. Nicht alle davon passierten draußen. Ein erheblicher Teil betraf ältere Menschen in unbeheizten Wohnungen, nach Heizungsausfällen oder während Stromunterbrechungen im Winter. Hypothermie ist kein Obdachlosen-Problem. Sie ist ein Wohnungsproblem, sobald die Heizung ausfällt.
Die vier Stadien der Unterkühlung
Die medizinische Einteilung (DocCheck Flexikon) unterscheidet vier Schweregrade. Diese Stadien zu kennen kann im Ernstfall Leben retten, weil Sie frühzeitig reagieren.
| Stadium | Körperkerntemp. | Symptome | Handlung |
|---|---|---|---|
| Leicht (Stadium I) | 32–35 °C | Starkes Zittern, Gänsehaut, schneller Puls, klares Bewusstsein | Warme Kleidung, heißes Getränk, Bewegung, Wärmflasche |
| Mittel (Stadium II) | 28–32 °C | Zittern lässt nach, Schläfrigkeit, Verwirrtheit, verlangsamte Sprache | Notruf 112, Person nicht bewegen, langsam wärmen, Rettungsdecke |
| Schwer (Stadium III) | 24–28 °C | Kein Zittern mehr, Bewusstlosigkeit, Muskelstarre, schwacher Puls | Notruf 112, stabile Seitenlage, keinesfalls reiben oder bewegen |
| Schwerst (Stadium IV) | unter 24 °C | Herz-Kreislauf-Stillstand, Scheintod, keine Reflexe | Sofort Reanimation, Notruf 112, klinische Wiedererwärmung nötig |
Warum Säuglinge und Senioren zuerst gefährdet sind
Säuglinge produzieren Wärme fast ausschließlich über das sogenannte braune Fettgewebe. Sie können nicht zittern, um Wärme zu erzeugen. Wenn die Raumtemperatur unter 16 Grad fällt, sinkt die Körperkerntemperatur eines Neugeborenen innerhalb weniger Stunden in den kritischen Bereich. Das Tückische: Eltern bemerken die Unterkühlung oft nicht, weil das Kind ruhig wird statt zu schreien. Laut der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin liegt die Mindesttemperatur für Säuglingsräume bei 18 Grad, besser 20 Grad.
Ältere Menschen über 70 haben eine deutlich reduzierte Kältewahrnehmung. Ihre Gefäße verengen sich langsamer, die Wärmeproduktion durch Muskelzittern ist schwächer, und viele Medikamente (Betablocker, Neuroleptika, Sedativa) dämpfen die körpereigene Temperaturregulation zusätzlich. Die AOK warnt: Eine ältere Person kann in einem 10-Grad-Raum innerhalb von 6 bis 10 Stunden in eine mittelschwere Hypothermie rutschen, ohne es selbst wahrzunehmen.
Der Raumtemperatur-Zeitverlauf: Wann wird es kritisch?
Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Stromausfall am Freitagabend, Außentemperatur minus 5 Grad, Altbauwohnung im Dachgeschoss. Nach 6 Stunden misst das Thermometer noch 10 Grad. Nach 12 Stunden sind es 4 bis 6 Grad. Spätestens jetzt beginnt für einen gesunden Erwachsenen ohne warme Kleidung und Decken der Weg in die leichte Hypothermie. Für einen 80-jährigen Menschen mit Blutdruckmedikamenten war dieser Punkt schon Stunden früher erreicht.
Die entscheidende Erkenntnis: Sie haben ein Zeitfenster von etwa 2 bis 4 Stunden nach Heizungsausfall, in dem Sie handeln müssen. Wer in dieser Phase den Krisenraum einrichtet, die Notheizung startet und warme Kleidungsschichten anzieht, bleibt die ganze Nacht sicher. Wer wartet, bis die Wohnung kalt ist, braucht ein Vielfaches an Energie, um die Temperatur wieder auf ein erträgliches Niveau zu bringen. Frühes Handeln spart Brennstoff und schützt die Gesundheit.
Konkret: Ein Mr. Heater Buddy auf niedriger Stufe (2,4 kW) hält einen 15-Quadratmeter-Raum bei null Grad Außentemperatur auf etwa 14 bis 16 Grad. Das ist nicht gemütlich, aber medizinisch sicher. Ohne Notheizung sackt derselbe Raum in einem 1970er-Altbau nach 12 Stunden auf 8 bis 10 Grad ab. Bei minus 5 Grad draußen geht es noch schneller. Der Unterschied zwischen "etwas unbequem" und "medizinisch gefährlich" beträgt oft nur wenige Stunden.
Paradoxes Wärmeempfinden: Das tödliche Zeichen
Bei mittelschwerer Hypothermie (Stadium II) erleben Betroffene häufig ein paradoxes Wärmeempfinden: Sie fühlen sich plötzlich warm, obwohl ihre Körperkerntemperatur weiter sinkt. Manche ziehen sich sogar aus. Dieses Phänomen heißt in der Notfallmedizin "paradoxes Entkleiden" und ist ein Warnsignal für eine lebensbedrohliche Unterkühlung. Wenn eine Person im kalten Raum behauptet, ihr sei warm, und dabei verwirrt wirkt: sofort Notruf 112 wählen.
Chronische Gesundheitsschäden durch Kälte in Wohnräumen
Selbst wenn keine akute Hypothermie eintritt, schadet dauerhaft kalte Raumluft der Gesundheit. Bei Temperaturen unter 12 Grad steigt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall bei vorbelasteten Personen messbar an. Der Blutdruck steigt, weil die Gefäße sich verengen. Die Atemwege werden anfälliger für Infektionen, weil kalte Luft die Schleimhäute austrocknet und die lokale Immunabwehr schwächt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt bei Extremkälte regelmäßig Warnungen heraus, die auch für Innenräume gelten, wenn die Heizung ausgefallen ist.
Ein weiteres Problem: Schimmelbildung. Wenn warme Atemluft auf eiskalte Wände trifft, kondensiert Feuchtigkeit. Bereits nach 24 bis 48 Stunden in einem Raum unter 10 Grad mit normaler Luftfeuchtigkeit können sich erste Schimmelsporen ansiedeln. Nach der Wiederinbetriebnahme der Heizung bleibt der Schimmel und verursacht Folgekosten. Für Blackout-Vorbereitung bedeutet das: Lieber früh heizen als spät sanieren.
3. Wie schnell kühlt eine Wohnung aus?
Die Abkühlgeschwindigkeit hängt stark von Baujahr, Lage und Dämmung ab. Hier die realen Werte — Basis: Gebäudesimulationen der BBK-Notfallvorsorge-Empfehlungen und Praxisberichte aus dem Berliner Blackout (Januar 2026):
| Wohntyp | Außentemp. | Nach 6 h | Nach 12 h | Nach 24 h |
|---|---|---|---|---|
| Neubau (KfW 40), Mittellage | 0°C | 18°C | 15°C | 12°C |
| Altbau 1970er, Mittellage | 0°C | 14°C | 8–10°C | 4–6°C |
| Altbau, Dachgeschoss | -5°C | 10°C | 4–6°C | ~0°C |
| Altbau, Erdgeschoss | -5°C | 8°C | 3–5°C | ~0°C |
Besonders kritisch: Dachgeschoss- und Erdgeschosswohnungen. Beide haben überproportional viel Außenfläche im Verhältnis zum Volumen. Im Dachgeschoss geht die Wärme über das Dach verloren, im Erdgeschoss über den Boden zum kalten Erdreich. Wohnungen in mittleren Stockwerken profitieren von der Restwärme der Nachbarwohnungen — ein Effekt, der bei einem flächendeckenden Blackout allerdings schnell nachlässt, weil alle Wohnungen gleichzeitig auskühlen.
Praktische Konsequenz: Lassen Sie die Wohnung nicht erst komplett auskühlen, bevor Sie eine Notheizung in Betrieb nehmen. Einen Raum von 5 Grad auf 15 Grad aufzuheizen verbraucht ein Vielfaches der Energie, die nötig wäre, um ihn bei 15 Grad zu halten. Starten Sie Ihre Notheizung deshalb frühzeitig — am besten innerhalb der ersten zwei Stunden nach Heizungsausfall.
Ein weiterer Aspekt, den viele vergessen: Wenn Räume unter 10 Grad fallen, frieren Wasserleitungen ein. Geplatzte Rohre verursachen bei Wiederinbetriebnahme der Heizung massive Wasserschäden. Lassen Sie bei längerem Ausfall und Frostgefahr die Wasserhähne leicht tropfen und drehen Sie die Hauptwasserzufuhr ab, falls die Temperatur unter 5 Grad sinkt.
Medizinische Grenze beachten
Unterkühlung (Hypothermie) beginnt bei einer Körperkerntemperatur unter 35°C. In einem 5°C kalten Raum erreichen ältere Menschen und Kleinkinder diesen Wert nach 8–12 Stunden ohne ausreichende Isolierung. Symptome: unkontrolliertes Zittern, Verwirrtheit, verlangsamte Reaktionen. Bei Säuglingen fehlt das Zittern oft vollständig — sie unterkühlen lautlos. Für diese Personengruppen ist eine Notheizung keine Komfort-Frage, sondern eine Frage der körperlichen Sicherheit. Im Zweifel: Sofort den Notruf 112 wählen.
4. Alle Methoden im Überblick
Methode 1: Kaminofen / Kachelofen
Beste WahlDie Dauerlösung — wenn Schornstein vorhanden
Methode 2: Gas-Katalytbrenner (ODS)
EmpfehlungSicherste mobile Indoor-Lösung
Methode 3: Gas-Heizstrahler mit ODS
Mit AuflagenLeistungsstark, mit Einschränkungen
Methode 4: Petroleumofen (japanisch)
Gute AlternativeGünstig im Betrieb, Petroleum lagerfähig
Methode 5: Powerstation + bestehende Heizung
Sehr effektivGasheizung weiter betreiben (100–200 W Strom)
Methode 6: Wärmflaschen + Schlafsäcke
BudgetKeine Kosten, keine Technik, keine CO-Gefahr
Welche Methode für welchen Zeitraum?
Für einen kurzen Stromausfall von 4 bis 8 Stunden reichen oft Wärmflaschen, warme Kleidung und Schlafsäcke. Dafür brauchen Sie keinen Gasheizer. Wenn Sie allerdings mit einem Blackout von 24 Stunden oder länger rechnen, kommen Sie um eine aktive Wärmequelle nicht herum — besonders in schlecht gedämmten Altbauten und bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.
Der Kaminofen bleibt die beste Dauerlösung. Er arbeitet komplett ohne Strom, liefert 5 bis 12 Kilowatt Heizleistung und kann mit lokal beschafftem Holz betrieben werden. Allerdings benötigt er einen Schornstein und eine Abnahme durch den Bezirksschornsteinfeger. Für Mietwohnungen ohne Schornstein scheidet diese Option in den meisten Fällen aus.
Der Gas-Katalytbrenner ist die sicherste mobile Indoor-Lösung. Durch die flammenlose Verbrennung am Katalysatornetz entsteht deutlich weniger Kohlenmonoxid als bei einem offenen Gasbrenner. Trotzdem bleibt Lüftung Pflicht — kein Verbrennungsprozess in Innenräumen ist vollständig CO-frei.
Petroleumöfen bieten einen entscheidenden logistischen Vorteil: Der Brennstoff ist in großen Mengen lagerfähig. Während Gaskartuschen sperrig sind und eine 5-kg-Propanflasche nach 20 bis 30 Stunden leer ist, reicht ein 20-Liter-Kanister geruchsloses Petroleum für mehrere Wochen Notbetrieb. Japanische Hersteller wie Toyotomi und Zibro bauen speziell für Innenräume konzipierte Modelle mit CO2-Sensor und automatischer Abschaltung.
Die clevere Variante für Eigenheimbesitzer mit Powerstation: Viele Gas-Brennwertkessel brauchen nur 100 bis 200 Watt für Steuerung und Umwälzpumpe. Eine Powerstation ab 500 Wh kann die Heizung 3 bis 5 Stunden am Laufen halten. Mit einem Solarpanel zur Nachladung sogar unbegrenzt — zumindest bei Tageslicht.
5. Petroleumofen vs. Gasheizer vs. Kaminofen: Der ehrliche Vergleich
Drei Technologien dominieren das Thema Heizen ohne Strom. Jede hat klare Stärken und klare Schwächen. Pauschale Empfehlungen helfen nicht weiter, weil die richtige Wahl von Ihrer Wohnsituation, Ihrem Budget und Ihrem Sicherheitsbedürfnis abhängt. Hier der nüchterne Vergleich auf Basis realer Betriebsdaten.
Petroleumofen: Der Langzeit-Bevorratungskönig
Japanische Petroleumöfen von Toyotomi und Zibro gehören in Japan zur Standardausstattung von Haushalten. Die Doppelverbrennungstechnik des Zibro RS-32 (3,2 kW) oxidiert die Petroleumdämpfe in zwei Stufen, was die CO-Emissionen auf ein Minimum reduziert. Der Toyotomi RR-GER25 (2,54 kW) arbeitet nach dem gleichen Prinzip und verfügt über einen Infrarot-CO2-Sensor, der bei schlechter Luftqualität automatisch abschaltet. Beide Modelle sind explizit für Innenräume konstruiert, was sie von billigen Baumarkt-Petroleumheizern unterscheidet.
Der entscheidende Vorteil gegenüber Gas: Petroleum ist in 20-Liter-Kanistern lagerfähig, bei kühler und dunkler Aufbewahrung jahrelang haltbar und deutlich günstiger im Betrieb. Ein Liter geruchsloses Petroleum (C1/C2 nach DIN 51603-1) kostet im Frühjahr 2026 etwa 1,80 bis 2,50 Euro. Bei einem Verbrauch von 0,22 Litern pro Stunde (Toyotomi RR-GER25 auf niedriger Stufe) kostet eine Stunde Heizen rund 40 bis 55 Cent. Zum Vergleich: Eine 450-g-Propankartusche für den Mr. Heater Buddy kostet 4 bis 5 Euro und hält 3 bis 4 Stunden. Das macht 1,00 bis 1,70 Euro pro Heizkstunde. Petroleum ist also im Dauerbetrieb etwa 60 Prozent günstiger.
Der Nachteil: Petroleumöfen entwickeln beim Anzünden und Auslöschen einen kurzen, charakteristischen Geruch. In der Betriebsphase ist geruchsloses Petroleum nahezu geruchfrei. Die Bedienung erfordert Einarbeitungszeit: Docht trimmen, Befüllung mit Trichter, richtiges Löschen. Wer zum ersten Mal im Krisenfall einen Petroleumofen in Betrieb nimmt, wird Fehler machen. Testen Sie das Gerät deshalb bei gutem Wetter auf dem Balkon, bevor der Ernstfall eintritt.
Gasheizer: Sofort warm, aber logistisch begrenzt
Ein Gasheizer wie der Mr. Heater Buddy liefert auf Knopfdruck Strahlungswärme. Piezo-Zündung, kein Vorwärmen, kein Dochttrimmen. Für Menschen, die sich nicht intensiv mit Krisenvorsorge beschäftigen wollen, ist das der größte Pluspunkt. Der ODS-Sensor bietet eine Sicherheitsschicht, die Petroleumöfen in dieser Form nicht haben.
Die logistische Grenze zeigt sich bei längeren Ausfallszenarien. Eine 450-g-Propankartusche hält 3 bis 6 Stunden. Für 72 Stunden Heizbetrieb (bei 8 Stunden täglich) brauchen Sie 6 bis 8 Kartuschen. Das ist machbar. Für einen einwöchigen Blackout werden es 15 bis 20 Kartuschen oder zwei 5-kg-Propanflaschen. Propanflaschen dürfen laut BBK-Hinweisen nicht in Kellern oder unter Erdgleiche gelagert werden, weil Propan schwerer als Luft ist und sich bei Undichtigkeiten in Bodennähe sammelt. Petroleum hat diese Einschränkung nicht.
Noch ein Aspekt, den Einsteiger übersehen: Bei Temperaturen unter minus 5 Grad haben Butankartuschen Probleme. Butan verdampft bei minus 1 Grad Celsius nicht mehr ausreichend. Propankartuschen und Propanflaschen funktionieren bis minus 42 Grad. Achten Sie im Winter deshalb darauf, ausschließlich Propan-Kartuschen zu verwenden, wenn Ihre Wohnung stark ausgekühlt ist.
Kaminofen: Die unerreichte Dauerlösung
Kein mobiler Heizer kann mit einem Kaminofen konkurrieren, wenn es um Dauerleistung geht. Ein Kaminofen mit 8 kW Nennleistung heizt eine 80-Quadratmeter-Wohnung auch bei minus 15 Grad zuverlässig. Der Brennstoff (Holz, Briketts) ist lokal verfügbar, unbegrenzt lagerfähig und in Krisenzeiten sogar tauschbar. Ein Raummeter Buchenholz (trocken, unter 20 Prozent Restfeuchte) liefert rund 2.100 kWh Wärmeenergie. Das reicht für etwa 260 Stunden Heizbetrieb bei 8 kW.
Die Hürde: Sie brauchen einen Schornstein und eine Abnahme durch den Bezirksschornsteinfeger. In Mietwohnungen ist ein nachträglicher Einbau fast immer ausgeschlossen. In Eigenheimen kostet die Installation inklusive Außenschornstein 3.000 bis 6.000 Euro. Wer diese Investition tätigt, hat allerdings die mit Abstand zuverlässigste und sicherste Notheizung, die bei jeder Krisendauer funktioniert. Der Schornstein sorgt für natürlichen Abzug der Verbrennungsgase. Kein CO-Problem, kein Lüftungsproblem, kein Sauerstoffmangel im Raum.
Ein wichtiger Nebeneffekt: Auf vielen Kaminöfen können Sie kochen und Wasser erwärmen. Wer einen Kaminofen betreibt, löst damit gleichzeitig das Problem der Nahrungszubereitung ohne Strom. Wärmflaschen lassen sich direkt auf der Herdplatte des Kamins befüllen, heißes Wasser für Tee oder Instantsuppe ist jederzeit verfügbar.
Unsere Einschätzung: Welche Technologie für wen?
Für die meisten Mietwohnungen ist der Gasheizer mit ODS-Sensor (Mr. Heater Buddy oder Enders INDUS) die pragmatischste Lösung: kompakt, sofort einsatzbereit, ausreichend sicher. Für Eigenheimbesitzer ohne Schornstein, die mit längeren Ausfallszenarien rechnen, ist ein hochwertiger Petroleumofen (Toyotomi oder Zibro) die wirtschaftlichere Wahl. Und wer die Möglichkeit hat, einen Kaminofen nachzurüsten, sollte diese Investition ernsthaft prüfen. Sie ist teuer, aber sie macht Sie beim Thema Raumwärme nahezu autark.
6. Vergleichstabelle: Notheizungen auf einen Blick
| Modell | Leistung | Typ | Indoor? | Laufzeit | Preis | Empfehlung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Enders INDUS Katalytbrenner | 1,8 kW | Katalyt (flammenlos) | Ja (ODS) | ca. 10–12h / kg Gas | ca. 75 € | Sicherste Indoor-Option |
| Mr. Heater Buddy | 2,4 / 4,0 kW | Gasbrenner | Ja (ODS) | 3–6h / Kartusche | ca. 90 € | Empfehlung |
| Campingaz Classic Easy | 2,0 kW | Gasbrenner | Bedingt | 2–3h / Kartusche | ca. 60 € | Einsteiger |
| Petromax HK500 | ca. 2,5 kW | Petroleum | Ja (mit Lüftung) | ca. 4h / 0,25 L | ca. 140 € | Langzeit-Vorrat |
| Kaminofen (Beispiel) | 5–12 kW | Holzfeuerung | Ja (mit Schornstein) | Unbegrenzt | ab 1.500 € | Dauerlösung |
Preise: Amazon.de, Stand April 2026. Leistungsangaben nach Hersteller. Laufzeiten gelten für Dauerbetrieb bei Nennleistung.
Heizleistung richtig einordnen
Wie viel Kilowatt brauchen Sie? Als Faustregel gilt: Pro 10 Quadratmeter schlecht gedämmter Altbaufläche benötigen Sie etwa 1 kW Heizleistung, um den Raum bei Frost auf 15 Grad zu halten. Ein gut gedämmter Neubau (KfW 40 oder besser) kommt mit der Hälfte aus. Der Mr. Heater Buddy mit seinen 2,4 bis 4,0 kW heizt also einen 20- bis 30-Quadratmeter-Raum im Altbau komfortabel. Der Enders INDUS mit 1,8 kW eignet sich für Räume bis 20 Quadratmeter.
Bedenken Sie: Sie heizen im Notfall nicht die ganze Wohnung, sondern nur Ihren Krisenraum. Ein 12-Quadratmeter-Zimmer halten Sie selbst mit einem 1,8-kW-Katalytbrenner problemlos warm. Wer trotzdem friert, kombiniert den Heizer mit Wärmflaschen und Schlafsäcken — das ist deutlich effizienter, als einen größeren Raum zu beheizen.
7. Die besten Notheizungen im Detail
Empfehlung: Mr. Heater Portable Buddy — Gasheizer indoor
Der Mr. Heater Buddy ist der meistgekaufte portable Gasheizer in Deutschland für die Krisenvorsorge — und das aus gutem Grund. Der eingebaute ODS-Sauerstoffsensor (Oxygen Depletion Sensor) schaltet das Gerät automatisch ab, wenn der Sauerstoffgehalt im Raum unter 18 % fällt. Das macht ihn zur sichersten Gasheizer-Option für Innenräume ohne Schornstein.
Mit 2,4 oder 4,0 kW (zwei Stufen) heizt er einen 30-m²-Raum bei 0°C Außentemperatur auf angenehme 16–18°C. Eine handelsübliche 450-g-Propan-Kartusche hält je nach Stufe 3–6 Stunden. Alternativ: Adapterschlauch auf 5-kg-Propanflasche — damit läuft er 20–30 Stunden durch.
Ein wichtiger Hinweis zur Sicherheitsarchitektur: Der ODS-Sensor misst den Sauerstoffgehalt im Raum und schaltet das Gerät ab, wenn dieser unter 18 % fällt (Normalwert: 20,9 %). Das schützt vor Sauerstoffmangel. Der ODS-Sensor schützt allerdings nicht direkt vor Kohlenmonoxid. CO kann sich in gefährlichen Konzentrationen ansammeln, bevor der Sauerstoffgehalt messbar sinkt. Deshalb ist ein separater, batteriebetriebener CO-Melder keine optionale Ergänzung, sondern absolute Pflicht. Gute Modelle (Kidde 7DCO, Smartwares RM370, Ei Electronics Ei208iDW) kosten 20 bis 35 Euro und halten 7 bis 10 Jahre.
Im Praxisbetrieb bewährt sich folgender Rhythmus: 45 Minuten heizen, dann 15 Minuten Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster. So bleibt die CO-Konzentration niedrig und der Raum verliert nur wenig gespeicherte Wärme. Nachts den Heizer ausschalten, stattdessen mit vorbereiteten Schlafsäcken und Wärmflaschen arbeiten.
Pflicht bei Betrieb in Innenräumen: Batteriebetriebener CO-Melder im selben Raum und dauerhaft gekipptes Fenster. Kein Betrieb beim Schlafen. Mindestens 50 cm Abstand zu brennbaren Materialien. Feuerlöscher griffbereit.

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Profi-Option: Enders INDUS Katalytbrenner — die CO-ärmste Wahl
Wer maximale Sicherheit für Innenräume will, greift zum Katalytbrenner. Die flammenlose Verbrennung des Enders INDUS produziert deutlich weniger CO als ein offener Gasbrenner — das Katalysatornetz oxidiert das Gas bei ca. 300–400°C ohne sichtbare Flamme. Kein Knistern, keine Flamme, kein Geruch — nur gleichmäßige Strahlungswärme.
Mit 1,8 kW ist er etwas schwächer als der Mr. Heater, aber für einen 20-m²-Raum absolut ausreichend. Der integrierte ODS-Sensor und der geräuschlose Betrieb machen ihn zur bevorzugten Wahl für Menschen, die auch Kleinkinder oder ältere Angehörige versorgen müssen.
Betrieben wird er mit Standard-Propan- oder Butankartuschen (Schraubanschluss) oder über einen Regulierdruckminderer an einer Propanflasche. Sehr sparsam im Verbrauch — ca. 130 g Gas pro Stunde bei Vollleistung.
Ein praxisrelevanter Vorteil: Die flammenlose Technik bedeutet, dass keine offene Zündquelle existiert. In Haushalten mit Kindern oder Haustieren reduziert das die Brandgefahr erheblich. Der Katalytbrenner wird an der Oberfläche heiß (ca. 300 Grad), aber er erzeugt keine Flammen, die auf Textilien oder Papier übergreifen könnten.
Einziger Nachteil gegenüber dem Mr. Heater: Die geringere Heizleistung von 1,8 kW reicht für einen Raum bis etwa 20 Quadratmeter. Für größere Räume oder stark ausgekühlte Altbauten benötigen Sie entweder zwei Geräte oder ergänzen mit Wärmflaschen und Schlafsäcken.

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Einsteiger: Campingaz Classic Easy — günstig & zuverlässig
Für alle, die mit minimaler Investition eine funktionierende Notheizung wollen: Der Campingaz Classic Easy ist für unter 60 € erhältlich und läuft mit den weit verbreiteten Campingaz CV-Kartuschen, die an praktisch jeder Tankstelle und in jedem Baumarkt erhältlich sind.
Wichtig: Der Classic Easy hat keinen ODS-Sensor. Er ist daher nur für gut belüftete Räume (dauerhaft geöffnetes Fenster) geeignet — und ein batteriebetriebener CO-Melder ist hier keine Option, sondern Pflicht. Bei eingehaltenen Lüftungsregeln ist er aber ein solides Einstiegsgerät für 72-h-Krisenvorsorge.
Der größte Pluspunkt: Die Campingaz-Kartuschen (CV 300 Plus und CV 470 Plus) gehören zu den am weitesten verbreiteten Gaskartuschen in Europa. Tankstellen, Baumärkte, Campingshops und sogar viele Supermärkte führen sie. Das ist ein entscheidender Vorteil in der Frühphase eines Blackouts, wenn Vorräte knapp werden und Sie schnell nachrüsten müssen.
Die Piezo-Zündung funktioniert ohne Batterien und ohne Streichhölzer. Der eingebaute Kippschutz schaltet das Gerät ab, wenn es umfällt. Trotzdem gilt: Ohne ODS-Sensor ist dieses Gerät nur die zweite Wahl für Innenräume. Wenn Sie zwischen dem Campingaz und dem Mr. Heater Buddy schwanken und Ihr Budget 90 Euro hergibt, nehmen Sie den Buddy.

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Alternative: Petromax HK500 — Petroleum statt Gas
Wer seinen Brennstoffvorrat nicht von Gasflaschen oder Kartuschen abhängig machen will, greift zur Petroleum-Alternative. Der Petromax HK500 arbeitet nach dem bewährten Glühstrumpf-Prinzip und kombiniert Heizwärme mit Licht — ein Vorteil im Blackout.
Petroleum (Kerosin, C1/C2 nach DIN 51603-1) ist deutlich günstiger als Propankartuschen (ca. 1,50–2,50 €/Liter), jahrelang lagerfähig und in größeren Mengen (20-L-Kanister) bevorratbar. Ein Kanister reicht für mehrere Wochen Notbetrieb.
Der Nachteil: Befüllung und Betrieb erfordern Übung. Benzin oder normales Heizöl niemals verwenden — das ist gefährlich und beschädigt das Gerät. Nur geruchsloses Petroleum (C1/C2 nach DIN 51603-1) verwenden.
Alternativ zum Petromax lohnt ein Blick auf japanische Petroleumöfen von Toyotomi oder Zibro. Modelle wie der Toyotomi RR-GER25 (2,54 kW) oder der Zibro RS-2222 (2,2 kW) sind speziell für Innenräume konstruiert. Sie verfügen über einen CO2-Infrarotsensor, der die Luftqualität überwacht und das Gerät automatisch abschaltet, wenn die CO2-Konzentration zu hoch steigt. Der Verbrauch liegt bei sparsamen 0,20 bis 0,25 Litern pro Stunde. Ein 10-Liter-Vorrat reicht damit für 40 bis 50 Stunden Heizbetrieb.
Petroleumöfen entwickeln beim Anzünden und Ausmachen einen kurzen, typischen Geruch. In der Betriebsphase dazwischen ist geruchsloses Petroleum (C1/C2) tatsächlich nahezu geruchfrei. Trotzdem: Dauerhaft gekipptes Fenster und CO-Melder bleiben Pflicht. Petroleum lagern Sie am besten im Keller oder in der Garage — kühl, dunkel und in zugelassenen Metallkanistern. Nicht im Wohnraum aufbewahren.

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8. CO-Sicherheit beim Heizen ohne Strom
Der Deutsche Feuerwehrverband warnt: CO-Vergiftungen durch improvisiertes Heizen gehören zu den häufigsten Notfällen nach Winterstürmen und Stromausfällen. Die Feuerwehr rückte allein im Winter 2024/25 zu mehr als 12.000 CO-Einsätzen in Deutschland aus.
| Heizgerät | Indoor erlaubt? | Bedingung |
|---|---|---|
| Kaminofen (mit Schornstein) | Ja | Schornstein intakt, Zuluft gesichert |
| Gas-Katalytbrenner mit ODS | Ja (bevorzugt) | ODS-Sensor + CO-Melder + Lüftung |
| Gas-Heizstrahler mit ODS (z.B. Mr. Heater) | Ja (mit Auflagen) | ODS + CO-Melder + dauerhaft gekipptes Fenster |
| Petroleumofen (Toyotomi, Zibro) | Ja (mit Auflagen) | Nur C1/C2-Petroleum + CO-Melder + Lüftung |
| Gas-Heizstrahler OHNE ODS | Nein — Lebensgefahr | CO-Produktion unkontrolliert |
| Campingkocher als Heizung | Nein | Nur kurz zum Kochen mit offener Lüftung |
| Holzkohlegrill / Gartengrill | Absolut verboten | Extrem hohe CO-Produktion — tödlich |
| Benzin-/Dieselgenerator | Nein | Nur outdoor, min. 5 m Abstand zu Gebäude |
Symptome einer CO-Vergiftung erkennen
Das Tückische an Kohlenmonoxid: Sie riechen es nicht, Sie schmecken es nicht, Sie sehen es nicht. CO bindet sich 200- bis 300-mal stärker an das Hämoglobin im Blut als Sauerstoff. Bereits geringe Konzentrationen von 100 ppm über mehrere Stunden führen zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Bei 400 ppm droht nach zwei bis drei Stunden Bewusstlosigkeit. Ab 800 ppm wird es innerhalb von Minuten tödlich.
Die frühen Symptome — leichte Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit — werden oft mit einer Grippe verwechselt. Genau das macht CO so gefährlich: Betroffene legen sich ins Bett, anstatt den Raum zu verlassen und zu lüften. Wenn mehrere Personen im selben Raum gleichzeitig über Kopfschmerzen klagen, ist das ein Alarmsignal.
Laut dem BfR werden in Deutschland jährlich rund 3.500 Patienten wegen CO-Vergiftung im Krankenhaus behandelt. Etwa jede zehnte Vergiftung endet tödlich. Viele Überlebende leiden an neurologischen Langzeitschäden: Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme, Persönlichkeitsveränderungen. Die Feuerwehr-Initiative "CO macht K.O." fordert deshalb die flächendeckende Installation von CO-Meldern in Wohn- und Schlafräumen.
CO-Vergiftung in Zahlen: Was die Statistik verrät
Das Statistische Bundesamt verzeichnete für 2017 rund 650 Todesfälle durch Kohlenmonoxid in Deutschland. Die Dunkelziffer liegt höher, weil leichte Vergiftungen häufig als Grippe oder Lebensmittelvergiftung fehldiagnostiziert werden. Rund 3.500 Patienten werden jährlich stationär wegen CO-Vergiftung behandelt. Die Hälfte aller Fälle tritt zwischen November und März auf, wenn improvisierte Heizmethoden Hochsaison haben. Männer zwischen 30 und 60 Jahren sind überproportional betroffen, vermutlich weil sie häufiger provisorische Heizlösungen ohne Sicherheitsvorkehrungen installieren.
Besonders alarmierend: Die Feuerwehr-Initiative "CO macht K.O." berichtet, dass bei über 60 Prozent der CO-Einsätze kein CO-Melder im Haushalt installiert war. In fast jedem zweiten Fall war ein Gasgerät oder eine Verbrennungsheizung die Ursache. Die Feuerwehr rückte allein im Winter 2024/25 zu mehr als 12.000 CO-Einsätzen bundesweit aus. Nicht alle endeten tödlich, aber viele hinterließen neurologische Langzeitschäden bei den Betroffenen.
Was viele nicht wissen: Auch überlebte CO-Vergiftungen können schwere Spätfolgen haben. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor dem "Delayed Neurological Syndrome" (DNS): Wochen nach einer scheinbar überstandenen Vergiftung entwickeln 10 bis 30 Prozent der Betroffenen kognitive Störungen, Gedächtnisprobleme, Konzentrationsschwäche oder Persönlichkeitsveränderungen. Dieser Zusammenhang wird in der Allgemeinbevölkerung kaum wahrgenommen. CO tötet nicht nur. Es schädigt das Gehirn dauerhaft.
Die fünf tödlichsten Fehler beim Heizen ohne Strom
Die Feuerwehr dokumentiert immer wieder dieselben fatalen Fehler. Erstens: Holzkohlegrill in der Wohnung. Ein Grill produziert extreme CO-Mengen. In einem 20-Quadratmeter-Zimmer mit geschlossenen Fenstern erreicht die CO-Konzentration innerhalb von 30 Minuten tödliche Werte. Zweitens: Benzin-Generator im Keller oder in der Garage. Selbst bei geöffnetem Garagentor reicht die Lüftung oft nicht aus. Generatoren gehören nach draußen, mindestens 5 Meter vom Gebäude entfernt, mit Abgasführung weg von Fenstern und Türen.
Drittens: Gasheizer ohne ODS-Sensor in geschlossenem Raum. Billige Baumarkt-Gasheizer ohne Sauerstoffsensor verbrauchen den Raumsauerstoff unkontrolliert. Viertens: Heizen beim Schlafen mit offener Flamme. Im Schlaf spüren Sie weder Kopfschmerzen noch Übelkeit. Sie wachen einfach nicht mehr auf. Fünftens: Fenster komplett geschlossen bei laufender Verbrennungsheizung. Auch ein ODS-gesicherter Gasheizer braucht Frischluftzufuhr. Ein dauerhaft gekipptes Fenster ist nicht optional, sondern überlebensnotwendig.
Was tun bei CO-Alarm?
Wenn der CO-Melder auslöst: Sofort alle Fenster und Türen öffnen. Alle Personen aus dem Raum bringen. Heizgerät nicht anfassen (Verbrennungsgefahr), sondern den Raum verlassen und die Feuerwehr unter 112 rufen. Warten Sie draußen, bis die Feuerwehr Entwarnung gibt. Gehen Sie nicht zurück, um Wertsachen zu holen. CO-Konzentrationen, die den Melder auslösen (ab 50 ppm), können bereits gesundheitsschädlich sein.
Wichtig: Auch nach dem Lüften können CO-Rückstände im Blut verbleiben. Die Halbwertszeit von Carboxyhämoglobin (COHb) bei normaler Raumluftatmung beträgt 4 bis 6 Stunden. Wenn jemand Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit zeigt, lassen Sie die Person vom Rettungsdienst untersuchen. Sauerstofftherapie beschleunigt den Abbau des CO im Blut erheblich. Warten Sie nicht ab, ob die Symptome von allein besser werden. Jede Minute zählt, weil eine längere CO-Exposition das Risiko für neurologische Spätschäden erhöht.
CO-Melder: 20 Euro für die wichtigste Sicherheitsinvestition
Ein batteriebetriebener CO-Melder mit Langzeitbatterie (z.B. Kidde 7DCO mit 10-Jahres-Sensor, Smartwares RM370, Ei Electronics Ei208iDW) kostet 20 bis 35 Euro und erfordert null Wartung. Achten Sie auf die Prüfung nach DIN EN 50291-1 — das ist der europäische Standard für CO-Warnmelder. Elektrisch betriebene Melder schützen beim Stromausfall nicht. Kaufen Sie ausschließlich Batteriegeräte. Montieren Sie den Melder in Atemhöhe (ca. 1,5 m), nicht an der Decke — CO verteilt sich gleichmäßig im Raum und steigt nicht wie Rauch nach oben.
9. Brennstoffvorrat anlegen
Propan/Butan-Kartuschen
- Für 72 h (8h Heizen/Tag): 6–8 Kartuschen à 450 g
- Für 7 Tage: 15–20 Kartuschen oder 1–2× 5-kg-Propanflasche
- Lagerung: Trocken, Raumtemperatur, kein direktes Sonnenlicht
- Haltbarkeit: Ungeöffnet unbegrenzt (Metalldose)
Petroleum (C1/C2)
- Für 72 h (12h Heizen/Tag): ca. 10 Liter (2× 5-L-Kanister)
- Für 7 Tage: ca. 23 Liter
- Lagerung: Keller/Garage, kühl, dunkel, nicht im Wohnraum
- Haltbarkeit: Jahrelang wenn verschlossen gelagert
Lagerung von Propanflaschen
Propanflaschen (5 kg oder 11 kg) dürfen in Deutschland nicht in Kellerräumen, Tiefgaragen oder unter Erdgleiche gelagert werden. Propan ist schwerer als Luft und sammelt sich bei Leckagen in Bodennähe. Lagerort: Balkon, Terrasse, Garage (ebenerdig, belüftet) oder Gartenhaus. Die Flasche stehend lagern, vor direkter Sonneneinstrahlung und Hitze über 50 Grad schützen. Eine volle 5-kg-Flasche kostet bei der Erstbefüllung ca. 15 bis 20 Euro, bei der Nachfüllung ca. 8 bis 12 Euro.
Für die 72-Stunden-Vorsorge empfehlen wir: Zwei volle 5-kg-Propanflaschen plus einen Adapter-Schlauch für Ihren Gasheizer. Das ergibt 40 bis 60 Stunden Heizbetrieb — mehr als genug für drei Tage mit jeweils 8 bis 10 Stunden aktivem Heizbetrieb.
Holzvorrat für Kaminbesitzer
Wer einen Kaminofen besitzt, sollte mindestens 2 Raummeter trockenes Kaminholz (unter 20 % Restfeuchte) vorrätig haben. Das reicht für etwa 7 bis 10 Tage Dauerbetrieb. Brennholz muss mindestens zwei Jahre an der Luft trocknen. Frisch geschlagenes Holz verbrennt schlecht, verrußt den Schornstein und erzeugt mehr Schadstoffe. Ergänzend eignen sich Holzbriketts — sie haben eine höhere Energiedichte und sind platzsparender zu lagern.
Petroleum kaufen in Deutschland
Geruchsloses Petroleum (C1/C2 nach DIN 51603-1) bekommen Sie bei Baumarkt-Ketten (Hornbach, OBI, Toom), Camping-Shops oder online. Kein normales Heizöl oder Diesel verwenden — das verursacht deutlich mehr Schadstoffe und beschädigt den Docht. Preis: ca. 1,50 bis 2,50 Euro pro Liter (Stand Frühjahr 2026). Tipp: Kaufen Sie außerhalb der Heizsaison. Im Sommer ist geruchsloses Petroleum oft deutlich günstiger und überall verfügbar. Im November oder bei einer Krisenmeldung sind die Regale leer.
10. Entscheidungshilfe nach Wohnsituation
Die richtige Notheizung hängt von Ihrer konkreten Wohnsituation ab. Ein Eigenheimbesitzer mit Schornstein hat andere Optionen als ein Mieter in einer Berliner Altbauwohnung im dritten Stock. Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine schnelle Orientierung. Im Zweifel: Kombinieren Sie eine aktive Wärmequelle (Gasheizer oder Petroleumofen) mit passiver Isolation (Schlafsäcke, Wärmflaschen, Krisenraum).
| Situation | Empfohlene Option | Investition |
|---|---|---|
| Eigenheim mit Schornstein | Kaminofen nachrüsten | 1.500–5.000 € (dauerhaft) |
| Eigenheim ohne Schornstein | Mr. Heater Buddy oder Enders INDUS + CO-Melder | 90–150 € |
| Mietwohnung, mehrsprachig bewohnt | Enders INDUS Katalytbrenner (sicherste Option) | 75–120 € |
| Mietwohnung, knapp bemittelt | Campingaz Classic Easy + CO-Melder + Schlafsäcke | 80–100 € |
| Mit Powerstation oder Generator | Bestehende Gasheizung weiter betreiben (100–200 W) | 0 € Zusatz |
| Langfristige Bevorratung | Petromax HK500 + Petroleum-Vorrat | 140 € Gerät + 30–50 €/10 L |
Unsere klare Einschätzung: Für die meisten Mietwohnungen in Deutschland ist der Mr. Heater Buddy die beste Einzelanschaffung. Er bietet die stärkste Kombination aus Heizleistung, Sicherheit (ODS-Sensor) und Preis. Wer maximale Sicherheit will, greift zum Enders INDUS. Wer langfristig bevorraten möchte, wählt einen Petroleumofen von Toyotomi oder Zibro.
Unabhängig von der gewählten Heizlösung: Ein CO-Melder für 25 Euro und ein Feuerlöscher für 30 Euro gehören dazu. Ohne diese beiden Sicherheitsposten sollten Sie keine Verbrennungsheizung in Innenräumen betreiben. Punkt.
11. Krisenraum einrichten: Ein Raum, maximale Wärme
Das BBK empfiehlt, sich bei einem Heizungsausfall auf einen einzigen Raum zu konzentrieren. Dieses Prinzip ist simpel und hochwirksam: Statt 80 Quadratmeter Wohnung auf 15 Grad zu halten, heizen Sie nur 12 bis 15 Quadratmeter auf eine erträgliche Temperatur. Der Energieverbrauch sinkt drastisch, und ein kleiner Gasheizer reicht für Stunden.
Den richtigen Raum wählen
Ideal ist ein Raum mit möglichst wenigen Außenwänden. Innenliegende Zimmer verlieren weniger Wärme als Eckzimmer. Vermeiden Sie das Dachgeschoss (Wärmeverlust nach oben) und Zimmer mit großen Fensterfronten. Die Küche eignet sich oft gut, weil sie meist zentral liegt und Sie dort auch mit dem Campingkocher warme Getränke und Mahlzeiten zubereiten können.
Wärme im Raum halten
Schließen Sie alle Türen zu den nicht genutzten Zimmern. Dichten Sie Türritzen mit Handtüchern oder Zugluftstoppern ab. Fenster bleiben geschlossen bis auf das Kippfenster für die Lüftung beim Betrieb der Notheizung. Rollläden herunterlassen — sie bilden eine zusätzliche Isolationsschicht und reduzieren den Wärmeverlust durch Glasflächen um 20 bis 30 Prozent. Vorhänge zuziehen. Wer keine Rollläden hat, hängt Decken oder Wolldecken vor die Fenster.
Personen im Raum bündeln
Jeder Mensch gibt etwa 80 bis 100 Watt Wärme ab. In einem kleinen Raum mit vier Personen macht das bereits 320 bis 400 Watt — fast so viel wie ein kleiner Heizlüfter. Nutzen Sie diesen Effekt: Versammeln Sie alle Haushaltsmitglieder im Krisenraum. Haustiere tragen ebenfalls zur Raumwärme bei. Zusammen auf dem Sofa unter einer Decke sitzen hält die Körperkerntemperatur stabil.
Ergänzen Sie den Krisenraum mit Isomatten oder Matratzen auf dem Boden (Isolation gegen Kälte von unten), einer Thermoskanne mit heißem Tee, ausreichend Trinkwasser und einer batteriebetriebenen Lichtquelle. So überstehen Sie auch mehrere Tage ohne Zentralheizung, ohne in akute Gesundheitsgefahr zu geraten. Mehr zur allgemeinen Blackout-Vorbereitung finden Sie in unserem Hauptartikel.
12. Notfall-Isolierung: Wärmeverluste mit Hausmitteln stoppen
Bevor Sie eine Notheizung starten, lohnt ein Blick auf die Verlustseite der Gleichung. Jede Kilowattstunde, die Sie nicht verlieren, müssen Sie nicht erzeugen. In einem typischen Altbau gehen 25 bis 30 Prozent der Wärme über die Fenster verloren, weitere 20 Prozent über Außenwände und 15 Prozent über Türspalten und undichte Stellen. Mit einfachen Hausmitteln können Sie diese Verluste halbieren.
Fenster: Die größten Wärmekiller
Einfachverglasung (Altbau vor 1978) hat einen U-Wert von 5,8 W/(m²K). Zum Vergleich: Moderne Dreifachverglasung liegt bei 0,6 W/(m²K). In einem Krisenszenario können Sie die Verglasung nicht austauschen, aber Sie können den Wärmeverlust durch Fenster drastisch reduzieren. Rollläden senken: Das bringt eine zusätzliche Luftschicht zwischen Scheibe und Außenluft und reduziert den Wärmeverlust um 20 bis 30 Prozent. Schwere Vorhänge oder Wolldecken vor die Fenster hängen. Rettungsdecken (Silberseite nach innen, Goldseite nach außen) vor Fensterrahmen kleben. Das reflektiert Infrarotstrahlung zurück in den Raum. Eine Rettungsdecke kostet 2 Euro und bringt an einem schlecht isolierten Fenster messbar mehr als jeder Vorhang.
Ein Trick, den viele nicht kennen: Noppenfolie (Luftpolsterfolie) mit Wasser direkt auf die Glasscheibe kleben, Noppen zur Scheibe zeigend. Die eingeschlossenen Luftblasen wirken als Isolationsschicht. Studien der britischen Energy Saving Trust zeigen, dass diese Methode den Wärmeverlust durch Einscheibenglas um bis zu 50 Prozent reduziert. Das Material kostet fast nichts und lässt sich rückstandsfrei entfernen.
Türspalten und Zugluft eliminieren
Unter Türen zum Flur oder zu unbeheizten Zimmern zieht kalte Luft in den Krisenraum. Rollen Sie Handtücher oder Decken zusammen und legen Sie sie als Zugluftstopper vor die Türspalte. Klebeband (Kreppband, Panzertape) über Türrahmen-Ritzen kleben. Schlüssellöcher mit Stoff oder Klebeband abdecken. Jede Ritze, durch die kalte Außenluft strömt, erhöht den Energiebedarf Ihrer Notheizung.
Boden und Decke: Die vergessenen Flächen
Erdgeschosswohnungen verlieren erhebliche Wärme über den Boden zum kalten Erdreich. Legen Sie alles auf den Boden, was isoliert: Teppiche, Isomatten, Pappkartons, Zeitungen in mehreren Lagen. Schlafen Sie nicht auf bloßem Boden, sondern immer auf einer Isomatte oder Matratze. Der Kontakt mit dem kalten Boden entzieht dem Körper weit mehr Wärme als kalte Raumluft. Eine Isomatte mit einem R-Wert von 3 oder höher (Therm-a-Rest, Exped) macht beim Schlafen in kalten Räumen den Unterschied zwischen erholsamer Nacht und Unterkühlung. Wer keine Isomatte besitzt, stapelt Wolldecken oder Pappkartons in mehreren Schichten.
In Dachgeschosswohnungen geht Wärme nach oben verloren. Hier hilft es, ein Zelt oder eine Deckenhöhle im Krisenraum aufzubauen. Ein Innenzelt im Wohnzimmer klingt absurd, funktioniert aber: Die eingeschlossene Luftschicht isoliert, und die Körperwärme von zwei Personen hält das Innere eines 2-Personen-Zelts auf 10 bis 15 Grad über Außentemperatur. Für Familien mit Kindern ist das eine praktische Lösung, die zusätzlich als Abenteuer wahrgenommen wird.
Körperwärme bewahren: Das Schichtenprinzip
Die effizienteste Isolierung tragen Sie am Körper. Das Schichtenprinzip aus dem Bergsport funktioniert auch in der kalten Wohnung. Basisschicht: Merinowolle oder synthetische Funktionswäsche, die Feuchtigkeit vom Körper wegtransportiert. Mittelschicht: Fleecejacke oder Daunenweste für Isolation. Außenschicht: Winddichte Jacke, falls Sie den Krisenraum verlassen müssen. Kopf und Füße besonders schützen: Über den Kopf verliert der Körper bis zu 10 Prozent seiner Wärme. Dicke Wollsocken und eine Mütze bringen mehr als eine zusätzliche Jacke.
Wärmflaschen bleiben das unterschätzteste Hilfsmittel der Krisenvorsorge. Zwei Liter kochendes Wasser in einer Wärmflasche halten den Körper vier bis sechs Stunden warm. Für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern brauchen Sie vier Wärmflaschen und einen Campingkocher zum Wassererhitzen. Gesamtinvestition: unter 50 Euro. Der Energieverbrauch zum Erhitzen von 8 Litern Wasser ist minimal im Vergleich zum Dauerbetrieb einer Notheizung. Nachts ersetzen Wärmflaschen im Schlafsack den Gasheizer vollständig und eliminieren jedes CO-Risiko. Genau so empfiehlt es auch das BBK.
Spezialfall: Senioren und Kleinkinder bei Kälte
Ältere Menschen und Säuglinge können ihre Körpertemperatur schlechter regulieren. Für diese Personengruppen ist eine gut isolierte Schlafstelle noch wichtiger als eine aktive Wärmequelle. Ein Winterschlafsack (Komforttemperatur minus 5 Grad), eine Isomatte mit hohem R-Wert und eine Wärmflasche am Körper reichen für die Nacht aus. Wer ältere Angehörige versorgt, findet auf unserer Seite zur Krisenvorsorge für Senioren weitere Hinweise.
13. Der 72-Stunden-Heizplan: Brennstoff rationieren
Drei Tage ohne Strom. Das ist das Szenario, auf das sich das BBK in seinem Ratgeber zur Notfallvorsorge bezieht. 72 Stunden Autarkie als Mindeststandard. Beim Heizen bedeutet das: Sie müssen Ihren Brennstoffvorrat so einteilen, dass er drei volle Tage reicht, ohne dass jemand in Ihrem Haushalt friert. Wer planlos heizt, steht am zweiten Tag mit leeren Kartuschen da.
Tag 1: Warmhalten statt Aufheizen
Die kritischen ersten Stunden entscheiden über den Brennstoffverbrauch der nächsten Tage. Starten Sie die Notheizung innerhalb der ersten zwei Stunden nach Heizungsausfall. Zu diesem Zeitpunkt hat Ihre Wohnung noch 16 bis 18 Grad. Einen Raum auf dieser Temperatur zu halten kostet einen Bruchteil der Energie, die nötig wäre, um ihn von 5 Grad wieder hochzuheizen. Konzentrieren Sie sich sofort auf den Krisenraum: Türen schließen, Rollläden runter, alle Personen zusammenziehen.
Heizrhythmus am ersten Tag: 2 Stunden heizen, 1 Stunde Pause. Beim Mr. Heater Buddy auf niedriger Stufe (2,4 kW) verbrauchen Sie so etwa 300 g Propan pro Stunde. Bei 12 Stunden Heizbetrieb sind das 3,6 kg, also 8 Kartuschen à 450 g. Mit einer 5-kg-Propanflasche kommen Sie durch den ersten Tag und haben noch Reserve. In der Heizpause halten Wärmflaschen und Schlafsackdecken die Körperwärme. Nachts: Heizer aus, Schlafsack und Wärmflasche.
Tag 2: Sparflamme und Rhythmus
Am zweiten Tag kennen Sie das System. Die Wohnung außerhalb des Krisenraums ist mittlerweile kalt, aber Ihr Zielraum hält 12 bis 15 Grad. Reduzieren Sie den Heizrhythmus auf 90 Minuten heizen, 90 Minuten Pause. Kochen Sie morgens auf dem Campingkocher heißes Wasser für Wärmflaschen und Tee. Ein heißes Getränk alle zwei Stunden stabilisiert die Körperkerntemperatur und reduziert das subjektive Kälteempfinden.
Kritisch am zweiten Tag: die Moral. Besonders Kinder und ältere Menschen empfinden die Kälte und Dunkelheit als belastend. Strukturieren Sie den Tag mit festen Mahlzeiten, Gesellschaftsspielen und klaren Aufgaben. Wer beschäftigt ist, friert weniger. Das ist kein Psychotrick, sondern messbare Physiologie: Körperliche und geistige Aktivität erhöht die Wärmeproduktion des Körpers um 20 bis 40 Prozent gegenüber Ruhe.
Tag 3: Reserve und Notfallplan
Am dritten Tag sollten Sie noch mindestens ein Drittel Ihres Brennstoffvorrats übrig haben. Falls der Blackout länger dauert als 72 Stunden, brauchen Sie diese Reserve. Senken Sie die Zieltemperatur im Krisenraum auf 12 Grad. Das klingt unbequem, ist aber medizinisch sicher für gesunde Erwachsene. Für Säuglinge und Senioren halten Sie den Bereich um die Schlafstelle mit Wärmflaschen auf 16 Grad.
Wenn absehbar wird, dass der Stromausfall über 72 Stunden hinausgeht: Kontaktieren Sie Nachbarn und organisieren Sie gemeinsame Wärmeräume im Treppenhaus. Prüfen Sie, ob die Gemeinde Notunterkünfte eingerichtet hat. Beim Berliner Blackout im Januar 2026 öffneten die Bezirke innerhalb von 8 Stunden beheizte Anlaufstellen in Schulen und Gemeindezentren. Das THW versorgte 15 Standorte mit mobilen Heizcontainern. Wer vorher wusste, wo diese Standorte liegen, war schneller in Sicherheit.
Rechenbeispiel: Brennstoffbedarf für 72 Stunden
| Heizgerät | Verbrauch/h | Heizstunden (3 Tage) | Gesamtbedarf | Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Mr. Heater Buddy (2,4 kW) | ~130 g Propan | 24 h | 3,1 kg (7 Kart.) | ca. 28–35 € |
| Enders INDUS (1,8 kW) | ~130 g Propan | 24 h | 3,1 kg (7 Kart.) | ca. 28–35 € |
| Toyotomi RR-GER25 (2,5 kW) | 0,22 L Petroleum | 24 h | 5,3 L | ca. 10–13 € |
| Zibro RS-2222 (2,2 kW) | 0,20 L Petroleum | 24 h | 4,8 L | ca. 9–12 € |
| Kaminofen (8 kW) | ~2,5 kg Holz | 24 h | 60 kg | ca. 12–18 € |
Basis: 8 Stunden aktives Heizen pro Tag, Rest mit Schlafsack und Wärmflasche. Propanpreise: 4–5 € pro 450-g-Kartusche. Petroleum: 1,80–2,50 €/L (Stand Frühjahr 2026).
Spartipp: Nachts nie aktiv heizen
Der größte Brennstoff-Verschwender ist nächtlicher Heizbetrieb. Ein Winterschlafsack (Komforttemperatur minus 5 Grad) hält Sie bei 5 Grad Raumtemperatur warm, ohne einen Tropfen Brennstoff zu verbrauchen. Investition: 60 bis 120 Euro. Zwei Wärmflaschen im Schlafsack ersetzen 8 Stunden Gasheizer-Betrieb. Bezogen auf drei Tage sparen Sie damit die Hälfte Ihres Brennstoffvorrats. Wer nachts heizt, riskiert nicht nur den Vorrat, sondern auch eine CO-Vergiftung im Schlaf. Beides gute Gründe, den Heizer um 22 Uhr auszuschalten.
14. Reale Blackout-Szenarien in Deutschland
Stromausfälle im Winter sind in Deutschland keine Theorie. Sie passieren regelmäßig, sie treffen Zehntausende Haushalte, und sie offenbaren jedes Mal dieselbe Schwäche: Kaum jemand hat eine Notheizung. Drei dokumentierte Fälle aus den vergangenen Jahren zeigen, was auf dem Spiel steht.
Berlin-Steglitz, Januar 2026
Ein Brandanschlag auf eine Kabelgrabenbrücke am 3. Januar 2026 kappte die Strom- und Fernwärmeversorgung für 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbebetriebe in Berlin-Steglitz und Lankwitz. Die Temperaturen lagen bei minus 2 bis minus 7 Grad. Das THW stellte innerhalb von 12 Stunden 971 ehrenamtliche Helfer bereit. Die Bundeswehr lieferte Trinkwasser per Tankwagen, die Feuerwehr evakuierte drei Pflegeeinrichtungen mit insgesamt 280 Bewohnern. Der Ausfall dauerte vier Tage. Laut Berliner Senatsverwaltung meldeten sich über 1.200 Personen in kommunalen Wärmehallen, darunter überproportional viele alleinlebende Senioren und Alleinerziehende mit Kleinkindern.
Was auffiel: Haushalte mit Kaminofen oder mobiler Notheizung kamen gut durch die vier Tage. Wer nichts vorbereitet hatte, stand nach 12 Stunden in einer 8-Grad-Wohnung. Die Berliner Feuerwehr verzeichnete in dieser Woche 47 CO-Einsätze, fast alle ausgelöst durch Bewohner, die Holzkohlegrills oder Campingkocher als Dauerwärmequelle missbrauchten. Drei Personen wurden mit schwerer CO-Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Keiner der Betroffenen besaß einen CO-Melder.
Münsterland, November 2005
Der längste flächendeckende Stromausfall der deutschen Nachkriegsgeschichte traf das Münsterland nach einem Schneesturm, der 82 Hochspannungsmasten knickte. 250.000 Menschen saßen bis zu fünf Tage ohne Strom. Die Temperaturen lagen bei minus 3 bis minus 8 Grad. Die Bundeswehr öffnete Kasernen als Notunterkünfte. Landwirte verloren Vieh, weil Stalllüftungen und Melkmaschinen ausfielen. In Wohngebieten platzten Hunderte Wasserleitungen durch eingefrorene Rohre.
Der Münsterland-Blackout gilt als Wendepunkt für die deutsche Krisenvorsorge. Das BBK verstärkte danach seine Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Eigenvorsorge und veröffentlichte den bis heute gültigen Ratgeber für Notfallvorsorge. Die zentrale Lektion: Wer keinen Kaminofen besitzt und keine mobile Notheizung vorhält, ist bei einem winterlichen Blackout ab Tag zwei auf staatliche Hilfe angewiesen. Und diese Hilfe erreicht nicht jeden gleichzeitig.
Dresden und Sachsen, Hochwasser 2013
Das Juni-Hochwasser 2013 zerstörte in Sachsen und Sachsen-Anhalt Strom- und Gasinfrastruktur auf breiter Front. Zwar lag das Ereignis im Sommer, aber die Relevanz für das Thema Notheizung ist eine andere: Heizungsanlagen in überfluteten Kellern waren nach dem Rückgang des Wassers monatelang nicht betriebsfähig. Tausende Haushalte standen im Herbst 2013 ohne funktionstüchtige Heizung da. Provisorische Lösungen mit mobilen Gasheizern und Petroleumöfen überbrückten die Wochen, bis neue Heizkessel installiert waren. Dieses Szenario zeigt: Heizen ohne Strom ist nicht nur ein Blackout-Thema. Hochwasser, Erdbeben und technische Defekte können die Heizungsanlage genauso lahmlegen.
Die Gemeinsamkeit aller drei Szenarien: Vorbereitete Haushalte kamen weitgehend autonom durch die Krise. Unvorbereitete Haushalte belasteten Rettungskräfte und kommunale Infrastruktur, die in einer Großlage ohnehin am Limit arbeitet. Eigenvorsorge beim Heizen ist keine Paranoia. Sie ist solidarisch, weil sie Rettungskräften Kapazität für die wirklich Hilflosen freihält.
15. Rechtliche Lage: Gasheizer und Petroleumofen in der Mietwohnung
Eine Frage, die in Foren und Krisenvorsorge-Gruppen ständig auftaucht: Darf ich einen Gasheizer oder Petroleumofen in meiner Mietwohnung betreiben? Die kurze Antwort: Im Notfall ja, im Regelbetrieb kommt es auf den Mietvertrag und die örtlichen Vorschriften an.
Gasheizer in der Mietwohnung
Portable Gasheizer wie der Mr. Heater Buddy oder der Enders INDUS sind in Deutschland nicht generell verboten. Es gibt kein Bundesgesetz, das den Betrieb eines mobilen Gasheizers in Wohnräumen untersagt. Die Feuerungsverordnungen der Länder (FeuVO) regeln stationäre Feuerstätten mit Schornsteinanschluss, nicht mobile Gasheizgeräte. Trotzdem können Mietverträge Einschränkungen enthalten. Manche Vermieter verbieten offene Flammen in der Wohnung. Im Notfall (Stromausfall, Heizungsausfall im Winter) greift allerdings das Prinzip der Gefahrenabwehr: Wer sich und seine Familie vor Unterkühlung schützt, handelt in einem rechtfertigenden Notstand nach § 34 StGB.
Unsere Empfehlung: Informieren Sie Ihre Hausverwaltung proaktiv, dass Sie einen ODS-gesicherten Gasheizer und einen CO-Melder für den Notfall bereithalten. Die meisten Vermieter haben dafür Verständnis, wenn Sie gleichzeitig auf Sicherheitsmaßnahmen verweisen. Dokumentieren Sie die Sicherheitsausstattung (CO-Melder, Feuerlöscher) und bewahren Sie die Bedienungsanleitung des Heizgeräts griffbereit auf.
Lagerung von Propanflaschen: Was erlaubt ist
Die Technische Regel Flüssiggas (TRF 2021) erlaubt im privaten Bereich die Lagerung von bis zu zwei Gasflaschen mit maximal je 16 kg Nenninhalt. Die Flaschen müssen stehend und standsicher aufgestellt werden. Verboten ist die Lagerung in Kellerräumen, Tiefgaragen, Treppenhäusern, Durchgängen und Fluchtwegen. Propan ist schwerer als Luft (relative Dichte 1,56) und sammelt sich bei Undichtigkeiten in Bodennähe. Im Keller kann sich so unbemerkt eine explosionsfähige Gaswolke bilden.
Geeignete Lagerorte: Balkon, Terrasse, ebenerdig belüftete Garage oder Gartenhaus. Mindestabstand zu Wärmequellen und Heizkörpern: 50 cm. Vor direkter Sonneneinstrahlung und Temperaturen über 50 Grad schützen. Ventile verschlossen halten und Schutzkappen aufschrauben, wenn die Flasche nicht in Gebrauch ist.
Petroleumofen: Keine Genehmigungspflicht
Petroleumöfen mit Docht sind keine genehmigungspflichtigen Feuerstätten. Sie brauchen keinen Schornsteinfeger, keine Bauanzeige und keine Abnahme. Japanische Petroleumöfen (Toyotomi, Zibro) sind nach europäischen Sicherheitsnormen geprüft und tragen das CE-Zeichen. Die Norm EN 1 596 regelt mobile Flüssiggasheizgeräte, die DIN 4754 beschreibt Anforderungen an Wärmeübertrager. Für Petroleum-Dochtöfen gibt es keine eigene deutsche Norm, weshalb die Hersteller auf japanische Industriestandards (JIS) und die CE-Konformität verweisen.
Bei der Lagerung von Petroleum gelten die Vorschriften für brennbare Flüssigkeiten. Im Privathaushalt dürfen Sie geringe Mengen (Richtwert: 20 Liter) in zugelassenen Behältern aufbewahren. Metallkanister mit UN-Zulassung sind ideal. Lagerort: Keller, Garage oder Abstellraum, nicht in Wohn- oder Schlafräumen. Anders als Propan hat Petroleum keinen nennenswerten Dampfdruck bei Raumtemperatur und bildet bei unbeschädigtem Behälter keine explosiven Gase. Das macht die Lagerung deutlich unkomplizierter als bei Propanflaschen.
CO-Melder: Keine Pflicht, aber lebensrettend
Im Gegensatz zu Rauchmeldern gibt es in Deutschland keine bundesweite Einbaupflicht für CO-Melder. Der Deutsche Feuerwehrverband fordert eine solche Pflicht seit Jahren, bisher ohne Erfolg. Die Norm DIN EN 50291-1 regelt die technischen Anforderungen an CO-Warnmelder. Geräte mit diesem Prüfzeichen (TÜV, VdS) erkennen CO-Konzentrationen ab 30 ppm und lösen bei 50 ppm über 60 bis 90 Minuten Alarm aus. Bei 300 ppm erfolgt der Alarm innerhalb von 3 Minuten.
Wer eine Verbrennungsheizung in Innenräumen betreibt, ohne einen CO-Melder zu installieren, handelt in unseren Augen grob fahrlässig. 25 Euro für ein Gerät, das 10 Jahre lang ohne Wartung funktioniert und Ihr Leben retten kann. Es gibt keine günstigere Lebensversicherung. Montieren Sie den Melder in Atemhöhe (1,2 bis 1,5 Meter), maximal 3 Meter entfernt von der Heizquelle. Nicht an der Decke, nicht direkt neben dem Fenster, nicht in der Nähe von Dunstabzugshauben.
Versicherungsschutz bei Schäden durch Notheizung
Wenn durch den Betrieb eines Gasheizers oder Petroleumofens ein Brand oder Wasserschaden entsteht, prüft die Hausratversicherung, ob grobe Fahrlässigkeit vorlag. Betrieb ohne CO-Melder, ohne Lüftung oder während des Schlafens kann als grob fahrlässig gewertet werden, was den Versicherungsschutz gefährdet. Unsere Empfehlung: Dokumentieren Sie Ihre Sicherheitsausstattung (Fotos von CO-Melder, Feuerlöscher, gekipptem Fenster) und bewahren Sie die Geräte-Bedienungsanleitung auf. Im Schadensfall ist diese Dokumentation Gold wert. Wer sich unsicher ist, klärt den Einsatz mobiler Heizgeräte vorab mit seiner Hausratversicherung.
16. Checkliste: Heizen ohne Strom
Drucken Sie diese Liste aus und haken Sie jeden Punkt ab. In einer Stresssituation vergessen Sie sonst die Hälfte. Wer die Krisenvorsorge ernst nimmt, geht diese Punkte einmal im Herbst durch — vor dem ersten Frost.
17. Häufige Fragen
▸Wie schnell kühlt eine Wohnung bei Stromausfall aus?
▸Welche Notheizung ist für Innenräume ohne Schornstein am sichersten?
▸Wie viel Propangas brauche ich für 72 Stunden Heizen beim Blackout?
▸Kann ich einen Gasheizer indoor betreiben?
▸Was tun, wenn die Gasheizung beim Stromausfall nicht mehr funktioniert?
▸Ist ein Petroleumofen für Innenräume geeignet?
▸Welche Heizmethode ist für eine Mietwohnung beim Blackout am besten?
▸Wie gefährlich ist CO-Vergiftung beim Heizen ohne Strom?
Quellen
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Kohlenmonoxid-Vergiftungen in Deutschland
- Deutscher Feuerwehrverband: CO-Vergiftungsgefahr durch Kamine und Öfen
- Kreisfeuerwehrverband Traunstein: Warnung vor alternativen Heizmethoden
- Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK): Ratgeber für Notsituationen
- Landesfeuerwehrverband Bayern: Heizen — so nicht!
- BBK: Vorsorge und Handeln bei Stromausfall
- Initiative "CO macht K.O." — Feuerwehr-Kampagne zu CO-Vergiftungen
- Wikipedia: Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz 2026
- Feuerwehr-Magazin: Kohlenmonoxid — das unsichtbare Gift
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Krisenvorsorge-Liste
Alles, was Sie im Krisenfall brauchen — die komplette Checkliste
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Kein Ersatz für professionelle Beratung: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Bei Unsicherheiten zu Heizgeräten in Innenräumen kontaktieren Sie den Bezirksschornsteinfeger oder die Feuerwehr.