Kurbelradio Test 2026 — Die 5 besten Notfallradios für den Stromausfall
Welches Notfallradio empfängt sicher, wenn Strom, Internet und Mobilfunk ausfallen? Fünf Geräte mit Kurbel und Solar im Vergleich.
Was wir beim Testen gemerkt haben: Beim Thema Kommunikation überspringen die meisten die einfachste Stufe — ein UKW-Kurbelradio für 40 Euro. Erst wenn das steht, lohnt es sich über teurere Lösungen nachzudenken.
Dezember 2021, Eifel: Zehntausende Haushalte ohne Strom nach dem Sturmtief. Teils mehrere Tage lang. Kein Internet. Mobilfunk nach wenigen Stunden tot. Wer informiert bleiben wollte, brauchte ein Radio, das ohne Steckdose funktioniert. Viele hatten keines. Das Ergebnis: Menschen wussten nicht, ob Trinkwasser noch sicher war, welche Strassen gesperrt waren oder wo Hilfe bereitstand.
Wenige Monate zuvor hatte die Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 noch drastischer gezeigt, wie schnell moderne Kommunikation zusammenbricht. 134 Mobilfunkmasten fielen aus, Festnetz und Internet waren in ganzen Landkreisen nicht erreichbar. Die Warn-App NINA konnte ohne mobiles Internet niemanden erreichen. Sirenen waren vielerorts abgebaut. Was funktionierte: UKW-Radio. Der SWR sendete durchgehend regionale Warnungen, Pegelstände und Evakuierungshinweise.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt in seinem aktuellen Krisenratgeber ausdrücklich: „Halten Sie ein batterie- oder kurbelgetriebenes Radio bereit." Der Grund ist simpel: Rundfunksender haben eigene Notstrom-Aggregate für 72 Stunden und mehr. Sie sind die einzige Informationsquelle, die bei einem Blackout garantiert funktioniert. Kein Akku nötig, kein Netz, kein WLAN.
Die Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe 10/2023 erstmals gezielt Kurbelradios getestet. Ergebnis: Nur das Sangean MMR-99 erhielt die Note „gut" (2,5). Viele günstige Geräte enttäuschten bei Empfangsqualität und Verarbeitung. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welches Kurbelradio im Test 2026 wirklich taugt, was ein gutes Notfallradio kostet (ab 35 Euro) und worauf Sie beim Kauf achten sollten. Wir vergleichen fünf Geräte, erklären das deutsche Warnsystem und geben konkrete Tipps für die richtige Nutzung im Ernstfall.
Wenn Sie sich breiter auf einen Stromausfall vorbereiten wollen, lesen Sie auch unseren Ratgeber Was tun bei Stromausfall? und die Blackout-Checkliste.
1. Kaufberatung: Welches Kurbelradio passt zu Ihnen?
Kaufberatung
Welches Kurbelradio passt zu Ihnen?
Einsteiger
Notfallradio Kurbel Solar
UKW/DAB+/MW · Kurbel + Solar · USB-Out · ab 35 €
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Empfehlung
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2. Warum Radio im Blackout überlebenswichtig ist
Im modernen Alltag verlassen wir uns auf dutzende Informationskanäle: Internet, Smartphone, TV, Social Media, Messenger-Gruppen. Im Blackout fallen sie alle gleichzeitig aus. Nicht schrittweise, sondern schlagartig. Die meisten Menschen realisieren erst in diesem Moment, wie abhängig sie von Strom für ihre gesamte Kommunikation sind.
Ein konkretes Szenario: Sturm beschädigt eine Hochspannungsleitung. Innerhalb von Sekunden fällt der Strom in einem Landkreis aus. Ihr WLAN-Router geht sofort offline. Der Fernseher bleibt schwarz. Das Smartphone zeigt noch Empfang, aber die Mobilfunk-Basisstation hat nur eine begrenzte Notstromversorgung. Nach 4 bis 8 Stunden (die gesetzliche Mindestanforderung laut Bundesnetzagentur) stirbt auch das Mobilfunknetz. Jetzt sind Sie komplett abgeschnitten, sofern Sie kein batterie- oder kurbelgetriebenes Radio besitzen.
Was beim Blackout ausfällt
- Internet-Router (braucht Strom)
- Smartphone (Akku leer nach 12–24h)
- Mobilfunk-Basisstationen (Notstrom nur 4–8h)
- TV und DAB+-Router (kein Strom)
- Zeitungen (keine Lieferung bei Chaos)
Was verlässlich funktioniert
- UKW-Rundfunk (Sender haben 72h+ Notstrom)
- DAB+ (an Hauptsendern mit Notstrom)
- AM/Mittelwelle (auch über große Distanzen)
- Kurzwelle (internationale Sender)
- Kurbelradio mit Solar (keine Abhängigkeit)
Das ist nicht theoretisch. Die ARD-Landesrundfunkanstalten sind in Deutschland per Rundfunkstaatsvertrag verpflichtet, bei Katastrophen und Grossschadenslagen durchzusenden und behördliche Warnungen zu verbreiten. Sie betreiben Notstrom-Aggregate an ihren Senderstandorten, typischerweise Diesel-Generatoren mit Treibstoffreserven für 72 Stunden und mehr. Nahezu alle Sendeanlagen in Deutschland verfügen über solche Notstromversorgung, sodass der terrestrische Rundfunk auch bei einem tagelangen Blackout weiterläuft.
Radio hat dabei einen entscheidenden strukturellen Vorteil: Es ist ein Broadcast-Medium, ein Sender versorgt passiv Millionen Empfänger gleichzeitig. Anders als Mobilfunk, wo jede Verbindung individuelle Netzkapazität benötigt, gibt es beim Radio keine Überlastung. Ob 10 oder 10 Millionen Menschen gleichzeitig zuhören, macht für den Sender keinen Unterschied. Genau das macht Radio zum robustesten Kommunikationskanal im Krisenfall.
Wer zusätzlich zum Kurbelradio weitere Kommunikationswege ohne Strom kennen will, findet in unserem Ratgeber weitere Optionen, von Amateurfunk bis Satellitentelefon.
Mobilfunk im Blackout: Nur 4–8 Stunden
Mobilfunk-Basisstationen haben laut Bundesnetzagentur eine Notstromversorgung von mindestens 4 Stunden, in der Praxis teils 8 Stunden. Danach: Kein Netz. Selbst innerhalb dieser Frist ist das Netz oft durch Millionen gleichzeitiger Anrufe überlastet (sogenannte Netzüberlastung). Im Ahrtal 2021 brachen 134 Basisstationen komplett weg. Das Kurbelradio empfängt hingegen passiv: kein Netz nötig, keine Überlastung, kein Limit.
3. Das BBK-Warnsystem — was Sie wissen müssen
Deutschland hat ein mehrstufiges Warnsystem, das nach den Erfahrungen der Ahrtal-Flut 2021 massiv ausgebaut wurde. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) koordiniert auf Bundesebene über das Modulare Warnsystem (MoWaS). Seit 2013 können alle Lagezentren der Bundesländer und viele Leitstellen der Städte und Gemeinden Warnungen über MoWaS auslösen. Im Jahr 2025 wurden über MoWaS insgesamt 2.010 Warnmeldungen versendet, von Unwetterwarnungen bis hin zu Chemieunfällen.
Seit Februar 2023 ergänzt Cell Broadcast (DE-Alert) das System: Warnmeldungen werden direkt an alle Mobiltelefone in einer Funkzelle gesendet, ohne App und ohne Internet. Der Haken: Cell Broadcast funktioniert nur, solange das Mobilfunknetz aktiv ist. Bei einem längeren Stromausfall fällt auch dieser Kanal aus. Die Warn-App NINA des BBK benötigt sogar eine aktive Internetverbindung und ist bei einem Blackout daher wertlos.
Seit Juli 2025 enthält NINA auch eine neue Warnkategorie für polizeiliche Sonderlagen, etwa bei Bombendrohungen oder Fahndungen. Das ist im Alltag nützlich, hilft bei einem Stromausfall jedoch nicht. Die folgende Tabelle zeigt die Zuverlässigkeit jedes Warnkanals im Blackout:
| Kanal | Funktioniert bei Blackout | Reichweite | Gerät nötig |
|---|---|---|---|
| UKW-Rundfunk | Ja (72h+ Notstrom) | Regional/National | Kurbelradio |
| Cell Broadcast (DE-Alert) | Nur wenn Netz läuft | Lokal/Regional | Smartphone |
| KATWARN / NINA App | Nein (Internet nötig) | Lokal/Regional | Smartphone + Internet |
| Sirenen | Ja (Eigenstrom) | Lokal (~1 km) | Keines |
| DAB+ Rundfunk | Teilweise (Hauptsender) | Regional/National | DAB+-Radio |
Das Ergebnis ist eindeutig: UKW-Rundfunk ist der einzige Kanal, der bei einem kompletten Blackout garantiert funktioniert und flächendeckend erreichbar ist. Sirenen warnen, aber sie transportieren keine Informationen. Sie signalisieren „Achtung, es passiert etwas", sagen aber nicht was. Das Radio liefert die konkreten Handlungsanweisungen: Welches Gebiet ist betroffen? Wohin evakuieren? Wo gibt es Trinkwasser? Wann kommt der Strom zurück?
Für die Zukunft plant das BBK die Integration von EWF (Emergency Warning Functionality) in DAB+-Radios. Diese Technologie kann ein DAB+-Radio automatisch einschalten oder den Sender wechseln, wenn eine Notfallmeldung ausgelöst wird. Ähnlich dem alten Zivilschutz-Wecker, der bei Fliegeralarm automatisch aktiviert wurde. Bis EWF flächendeckend verfügbar ist, bleibt das manuelle Einschalten des Kurbelradios der sicherste Weg.
UKW-Frequenz jetzt notieren
Schreiben Sie heute die UKW-Frequenz Ihrer ARD-Landesrundfunkanstalt auf einen Zettel und kleben Sie ihn ans Radio. Im Stress sucht niemand Frequenzen. Bayern: BR1 = 89,3 MHz (München). NRW: WDR 2 = 93,1 MHz (Köln). Berlin: RBB inforadio = 93,1 MHz. Bundesweit: Deutschlandfunk auf MW 549 kHz. Alle Frequenzen finden Sie unter ard.de. Ergänzend empfehlen wir die NINA-App auf dem Smartphone, solange Sie Strom und Netz haben. Laden Sie die App jetzt herunter, nicht erst wenn die Krise da ist.
4. DAB+ vs. UKW — was ist besser im Krisenfall?
DAB+ (Digital Audio Broadcasting) ist der Nachfolger von UKW, mit besserem Klang, weniger Störungen und deutlich mehr Programmen. Trotzdem ist UKW für die Krisenvorsorge mindestens gleichwertig, in wichtigen Punkten sogar überlegen. Wer ein Notfallradio kauft, sollte die Unterschiede kennen.
Aktuell läuft in Deutschland eine schrittweise Umstellung von UKW auf DAB+. Schleswig-Holstein ist das erste Bundesland, das einen konkreten Zeitplan festgelegt hat: Zwischen 2025 und 2031 stellen private und öffentliche Sender dort von UKW-Antennen auf DAB+ um. Der MDR hat im Juni 2025 erste UKW-Frequenzen in Mitteldeutschland abgeschaltet. Gleichzeitig gibt es auf Bundesebene keinen verbindlichen Termin für eine vollständige UKW-Abschaltung. Für die Krisenvorsorge heisst das: Beide Technologien werden noch viele Jahre parallel existieren.
UKW (FM)
- Verbreitung: Flächendeckend, auch in Tunneln & Kellern
- Notstromversorgung: Fast alle Sender haben 72h+ Diesel-Aggregate
- Empfang: Analog, zuverlässig auch bei schwachem Signal
- Abschaltung: Politisch beschlossen: KEIN Abschalten in Deutschland
- Stromverbrauch: Niedriger als DAB+ (wichtig bei Kurbelbetrieb)
DAB+ (Digital)
- Klang: Besser als UKW, kein Rauschen
- Sender: Mehr Programme, auch bundesweite
- Notstrom: Nur Hauptsender, regionale oft nicht
- Empfang: Digital — entweder perfekt oder gar nicht
- Stromverbrauch: Höher als UKW
Ein weiterer technischer Unterschied: UKW-Empfang degradiert bei schwachem Signal langsam, das Rauschen nimmt zu, aber Sie hören noch etwas. DAB+ funktioniert digital: entweder perfekt oder gar nicht. Wenn das Signal unter die Mindestgrenze fällt, herrscht Stille. In Krisensituationen mit beschädigter Infrastruktur kann genau dieser Unterschied entscheidend sein. Selbst ein stark verrauschtes UKW-Signal transportiert noch verständliche Sprache.
Fazit: Für die Krisenvorsorge ist ein Gerät mit beiden Standards ideal. UKW dient als primäre Notfallquelle mit maximaler Zuverlässigkeit. DAB+ liefert bessere Klangqualität und mehr Programminformation im Normalbetrieb. Ein reines DAB+-Radio ohne UKW-Empfang ist für Notfälle ungeeignet, weil zu viele regionale Sendemasten keine 72-Stunden-Notstromversorgung besitzen. In unserer Auswahl bieten das Sangean MMR-99 und das Notfallradio Kurbel Solar DAB+-Empfang parallel zu UKW.
Mittelwelle (AM) — der unterschätzte Krisenkanal
AM/Mittelwelle überträgt über viel grössere Distanzen als UKW, bei Nacht sogar tausende Kilometer. In regionalen Extremkatastrophen, bei denen lokale UKW-Sender ausgefallen sind, können nationale AM-Sender aus anderen Bundesländern noch empfangen werden. Deutschlandfunk sendet auf Mittelwelle 549 kHz. Geräte mit AM-Empfang (alle unsere Empfehlungen bieten das) sind damit doppelt abgesichert. Im Extremfall erreichen Sie über Kurzwelle (SW) sogar internationale Sender wie BBC World Service oder Deutsche Welle, die von Sendestandorten ausserhalb Deutschlands ausstrahlen.
Falls Sie sich fragen, ob ein Notstrom-Generator nicht die einfachere Lösung wäre: Ein Generator versorgt zwar Ihr normales Radio mit Strom, braucht aber Treibstoff. Diesel oder Benzin sind bei einem grossflächigen Blackout schnell ausverkauft. Das Kurbelradio funktioniert komplett autark, ohne Treibstoff, ohne Nachschub, ohne externe Abhängigkeit.
5. Kurbel vs. Solar vs. Batterie — Stromversorgung im Vergleich
Das beste Notfallradio hat alle drei Energiequellen. Jede hat ihre spezifischen Stärken und Schwächen, und keine einzelne Quelle reicht für alle Situationen. Die Stiftung Warentest stellte in ihrem Kurbelradio-Test (10/2023) fest: Im Schnitt liefert eine Minute Kurbeln nur etwa zwei Minuten Radiobetrieb. Deutlich weniger, als viele Hersteller versprechen. Das bedeutet: Die Kurbel ist der letzte Notnagel, nicht die Hauptstromquelle.
| Quelle | Kapazität | Vorteil | Nachteil | Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| Kurbeldynamo | 1 min = 10–20 min Radio | Immer verfügbar | Anstrengend, langsam | Absoluter Notfall |
| Solarpanel | Tagsüber unbegrenzt | Passiv, wartungsfrei | Nur bei Licht, langsam | Normalbetrieb tagsüber |
| Li-Ion/Li-Po Akku | 6–20 Stunden Radio | Sofort bereit, still | Begrenzte Kapazität | Normalbetrieb nachts |
| AA/AAA-Batterien | 10–40 Stunden (je Gerät) | Universal verfügbar | Verbrauchsgut, Kosten | Kalt-Reserve |
| USB-C Eingang | Von Powerstation/Bank | Schnell, flexibel | Externe Quelle nötig | Wenn Powerstation vorhanden |
Optimale Strategie für einen mehrtägigen Blackout: Stellen Sie das Kurbelradio tagsüber ans Südfenster, damit das integrierte Solarpanel den Akku lädt. Abends und nachts hören Sie aus dem geladenen Akku. Alkaline-Batterien dienen als Kalt-Reserve, die Sie erst anbrechen, wenn Solar und Akku erschöpft sind. Die Kurbel kommt zum Einsatz, wenn alle anderen Quellen versagen, etwa nachts bei Regen ohne Batterie-Reserve.
In der Praxis bedeutet das: Wer morgens und abends je 20 Minuten Nachrichten hört (insgesamt 40 Minuten pro Tag), kommt mit einem voll geladenen Li-Ion-Akku (10 bis 20 Stunden Kapazität je nach Gerät) problemlos eine Woche aus. Solar-Nachladung am Fenster verlängert diese Zeitspanne bei Tageslicht praktisch unbegrenzt. Das Kurbelradio verbraucht im UKW-Betrieb typisch zwischen 50 und 150 Milliwatt, ein Bruchteil dessen, was ein Smartphone benötigt.
Wer neben dem Radio auch Smartphone und Taschenlampe laden will, sollte eine Powerstation in Betracht ziehen. Ein Kurbelradio kann zwar ein Smartphone notdürftig laden (5 Minuten Kurbeln reicht für einen Notruf), ist für regelmässiges Handy-Laden aber nicht ausgelegt.
Eneloop-Akkus statt Wegwerf-Batterien
Für Geräte mit AA-Slot (Kaito KA500, Eton FRX5-BT): Panasonic Eneloop-Akkus sind wiederaufladbar und behalten 85 Prozent ihrer Kapazität nach 5 Jahren Lagerung. Ein Set von 8 AA-Eneloops mit einfachem Ladegerät kostet ca. 20 Euro und lässt sich mit einer Powerstation oder einem Solarpanel wieder aufladen. Langfristig günstiger und umweltfreundlicher als Einmal-Batterien. Beschriften Sie die Akkus mit dem Kaufdatum, dann wissen Sie immer, wie alt der Satz ist.
6. Vergleichstabelle — alle 5 Modelle auf einen Blick
| Modell | Preis | Empfang | Energie | DAB+ | Schutz | USB | Note |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Notfallradio Kurbel Solar | ab 35 € | UKW/DAB+/MW | Kurbel, Solar, USB | Ja | — | Ausgang | Einsteiger |
| Kaito KA500 | ca. 55 € | AM/FM/SW/WB | Kurbel, Solar, USB, AA | Nein | — | Ausgang | ⭐ Empfehlung |
| Eton Rukus Solar | ca. 67 € | AM/FM | Solar, Kurbel, USB, AAA | Nein | wasserfest | Ausgang | Robust & günstig |
| Eton FRX5-BT | ca. 105 € | AM/FM/SW/NOAA | Kurbel, Solar, USB, Akku | Nein | spritzfest | Ausgang + BT | Bluetooth |
| Sangean MMR-99 | ca. 140 € | AM/FM/DAB+ | Kurbel, Solar, USB-C, Li-Ion | Ja | IPX5 | USB-C | 🏆 Premium |
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7. Die 5 besten Kurbelradios im Test
Alle unsere Empfehlungen erfüllen das wichtigste Grundkriterium: Sie funktionieren komplett ohne externes Stromnetz — durch Kurbeldynamo und/oder Solar. Zusätzlich haben alle einen USB-Ausgang, um das Smartphone notdürftig aufzuladen.
Einsteiger-Empfehlung: Notfallradio mit Kurbel und Solar
Wer für wenig Geld einen soliden Notfall-Schutz will, ist hier richtig. Das generische Notfallradio mit Kurbel und Solar gibt es ab 35 € — und es erfüllt alle BBK-Anforderungen: UKW-Empfang, Kurbeldynamo, Solar, USB-Ausgang für Handy-Notladen.
DAB+-Empfang ist für diesen Preis ein echter Bonus. Die Klangqualität ist für Nachrichten-Hören ausreichend, nicht für Hi-Fi-Genuss. Was es kann: Informieren, wenn nichts anderes mehr geht — und das Handy für einen Notruf aufladen. Das ist der Minimalschutz, den jeder Haushalt haben sollte, auch wenn man kein weiteres Geld ausgeben will.

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Beste Empfehlung: Kaito KA500 — das Preis-Leistungs-Radio
Das Kaito KA500 ist das meistverkaufte Notfallradio in seiner Klasse — und das aus gutem Grund. Für ca. 55 € bekommt man ein 5-Band-Gerät (AM, FM, Kurzwelle auf 3 Bändern und Wetterfunk/WB) mit Kurbel, Solar, USB und AA-Batterien als Backup. Dazu ein integrierter SOS-Alarm und eine LED-Taschenlampe.
Der entscheidende Vorteil: AA-Batterien als Backup. AA-Batterien gibt es in jedem Supermarkt, bei der Tankstelle, im Drogeriemarkt. Im Krisenfall sind sie leichter zu beschaffen als ein spezieller Li-Ion-Akku. Das Kaito KA500 ist damit dreifach abgesichert: Kurbel, Solar und Standard-Batterien.
Kurzwelle ist für den deutschen Alltag ein Bonus, kein Must-have — aber in Extremszenarien (lokale Sender ausgefallen) empfängt man damit internationale Sender wie BBC World oder Voice of America, die aus dem Ausland senden.

Unsere Empfehlung — bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
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Robustes Outdoor-Radio: Eton Rukus Solar
Der Eton Rukus Solar ist die Outdoor-Variante unter den Notfallradios — robust gebaut, wasserfest und mit einem ungewöhnlich großen Solar-Panel für seine Klasse. AM/FM-Empfang, AAA-Batterien als Backup, USB-Ausgang.
Im Vergleich zum Kaito KA500 fehlt Kurzwelle — dafür ist die Verarbeitungsqualität höher und das Gerät robuster gegen Stöße und Spritzwasser. Für den Rucksack, die Wanderung oder den Campingurlaub die bessere Wahl. Für reinen Haushalts-Einsatz ist das Kaito KA500 das bessere Preis-Leistungs-Angebot.

Ideal für Outdoor, Rucksack und robuste Nutzung
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Premium-Allrounder: Eton FRX5-BT mit Bluetooth
Der Eton FRX5-BT ist das vollständigste Notfallradio in dieser Liste: AM, FM, Kurzwelle (SW), NOAA-Wetterfunk, Bluetooth-Lautsprecher, LED-Taschenlampe, USB-Ladeport, Kurbel, Solar und eingebauter Akku. Sechs Energiequellen und vier Empfangsbänder in einem Gerät.
Der Bluetooth-Lautsprecher ist kein Gimmick: Sie können im Normalbetrieb Musik vom Handy streamen und das Gerät so kennenlernen. Im Krisenfall wissen Sie dann genau, wie es funktioniert. Die LED-Taschenlampe mit SOS-Blinkfunktion ist ein echter Mehrwert — ein Gerät weniger, das Sie extra kaufen müssen Sie.
Bei ca. 105 € ist es der teurere Mittelweg. Wer DAB+ nicht braucht, aber eine Premium-Ausstattung will: hier kaufen. Wer DAB+ wichtig ist: zum Sangean MMR-99 greifen.

Vollausstattung mit Bluetooth und LED-Taschenlampe
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Premium mit DAB+: Sangean MMR-99
Das Sangean MMR-99 ist das hochwertigste Notfallradio in dieser Auswahl — und das einzige mit DAB+-Empfang, IPX5-Spritzwasserschutz und USB-C-Anschluss gleichzeitig. Sangean ist ein taiwanesischer Hersteller mit Jahrzehnten Radio-Erfahrung, und das MMR-99 zeigt das: Die Klangqualität ist deutlich besser als bei günstigeren Geräten, das Gehäuse fühlt sich hochwertig an.
IPX5 bedeutet: Schutz gegen Strahlwasser. Sie können das Gerät unter einem Regendach stellen oder kurz mit Wasser abwischen — es überlebt das. Für den Ernstfall, wenn man das Radio auch draußen oder in feuchten Umgebungen nutzt, ist das ein echter Vorteil.
Für 140 € ist es das teuerste Gerät dieser Liste. Der Aufpreis gegenüber dem Kaito KA500 (55 €) lohnt sich, wenn DAB+, IPX5 und USB-C wichtige Kriterien sind — also für Nutzer, die auch im Normalbetrieb häufig DAB+ hören und ein langlebiges Premium-Gerät wollen.

Premium: DAB+, IPX5 und USB-C — das Beste für anspruchsvolle Nutzer
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8. So nutzt Sie Ihr Notfallradio richtig
Vorbereitung — bevor der Ernstfall eintritt
Frequenzen notieren
Schreibe die UKW-Frequenz Ihrer ARD-Landesrundfunkanstalt und des Deutschlandfunks (bundesweit) auf einen Zettel — und klebe ihn direkt ans Radio. Im Stress sucht niemand Frequenzen.
Regelmäßig einschalten
Ein Notfallradio, das 5 Jahre unbenutzt im Schrank liegt, wird im Ernstfall wahrscheinlich leere Batterien haben. Einmal pro Quartal einschalten, Batteriestand prüfen, Frequenzen testen — 5 Minuten reichen.
Batterien vorrätig halten
Für AA/AAA-Geräte: 8–16 Ersatzbatterien als Reserve. Alkaline-Batterien halten 7–10 Jahre. Aufbewahrungsdatum mit Edding draufschreiben. Eneloop NiMH-Akkus sind die langfristig günstigere Alternative.
Aufstellort planen
Im Krisenfall: Radio ans Südfenster stellen (Solar-Laden) und auf die lokale UKW-Frequenz einstellen. Für Kurbelradios mit Außenantenne: Antenne vollständig ausfahren und am Fenster platzieren für besten Empfang.
Wichtige Sender im Krisenfall (Deutschland)
| Sender | Bundesland / Region | Beispiel-Frequenz (UKW) |
|---|---|---|
| BR 1 / Bayern | Bayern | 89,3 MHz (München) |
| WDR 2 | Nordrhein-Westfalen | 93,1 MHz (Köln) |
| NDR 1 | Nord (HH, SH, MV, NI) | 90,3 MHz (Hamburg) |
| MDR Sachsen | Mitteldeutschland | 89,6 MHz (Dresden) |
| SWR 1 | BW / Rheinland-Pfalz | 94,7 MHz (Stuttgart) |
| RBB inforadio | Berlin / Brandenburg | 93,1 MHz (Berlin) |
| Deutschlandfunk | Bundesweit (Infoprogramm) | MW 549 kHz + regional UKW |
Energie-Management im Ernstfall
Sie brauchen nicht 24 Stunden am Tag Radio hören. Im Krisenfall reicht es, zweimal täglich die aktuellen Nachrichten zu empfangen (morgens und abends) — das sind ca. 30–60 Minuten täglich. Damit kommt ein voll geladener Li-Ion-Akku (ca. 10–20h Laufzeit) mehrere Tage aus, bevor Kurbeln oder Solar nötig wird.
Kurbeln richtig dosieren
Kurbeln ist effektiv aber anstrengend: ca. 100–150 Umdrehungen pro Minute für 5 Minuten = 30–60 Minuten Betrieb. Im Dauernotfall empfehlen wir: Solar tagsüber laden lassen, abends hören. Kurbeln nur als Reserve. Bei mehreren Personen im Haushalt: Kurbelschichten von je 2–3 Minuten verteilen.
9. Häufig gestellte Fragen zum Kurbelradio
▸Warum brauche ich ein Kurbelradio beim Stromausfall?
▸Welches Kurbelradio ist das beste für den Notfall?
▸DAB+ oder UKW — was ist besser im Krisenfall?
▸Wie lange liefert die Kurbel Strom?
▸Welche Sender sende ich bei Katastrophen in Deutschland?
▸Kann ein Kurbelradio auch das Handy laden?
▸Kurbel, Solar oder Batterien — was ist zuverlässiger?
▸Brauche ich Kurzwelle (SW) im Notfallradio?
▸Wie oft muss ich den Akku des Notfallradios kontrollieren?
▸Was kostet ein gutes Notfallradio?
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