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Notvorrat anlegen — BBK-Empfehlung für 10 Tage

Welche Lebensmittel, wie viel Wasser, wie lagern — der komplette Guide für deinen Notvorrat nach BBK-Empfehlung. Einfach, günstig und umsetzbar.

Aktualisiert: April 2026 · 10 Min. Lesezeit

Notvorrat anlegen ist der erste und wichtigste Schritt jeder Krisenvorsorge. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt deutschen Haushalten explizit, sich auf mindestens 10 Tage Eigenversorgung vorzubereiten — unabhängig davon, ob das Szenario ein Blackout, ein Unwetter, eine Pandemie oder ein anderer Notfall ist. Die Grundprinzipien des Notvorrats gelten für alle diese Fälle.

Die gute Nachricht: Eine Notvorrat Liste für 10 Tage ist günstiger als die meisten denken. Für eine einzelne Person kostet der Grundvorrat ca. 80–150 Euro — einmalig. Alles, was du brauchst, gibt es im normalen Supermarkt. Keine teuren Spezialprodukte, keine Survival-Ration-Päckchen. Das BBK empfiehlt ausdrücklich normale Lebensmittel, die du auch im Alltag verwendest.

Warum 10 Tage? Weil das die Zeitspanne ist, die nach Einschätzung der Behörden ausreicht, um die meisten realistischen Krisen zu überbrücken: Strom wird in 1–5 Tagen wiederhergestellt, Lieferengpässe normalisieren sich in 3–7 Tagen, nach extremen Unwettern sind Straßen typischerweise in wenigen Tagen wieder befahrbar. 10 Tage Autonomie geben dir und deiner Familie die nötige Puffer-Zeit.

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BBK-Empfehlung: 10 Tage Notvorrat

Das BBK empfiehlt neben Lebensmitteln und Wasser auch: Hausapotheke (4-Wochen-Vorrat Dauermedikamente), Hygieneartikel, Wichtige Dokumente in Kopie wasserdicht lagern, Bargeld-Reserve (500 €) und Blackout-Ausstattung (Taschenlampe, Kurbelradio). Der Lebensmittelvorrat ist wichtig — aber er ist nur ein Teil der Gesamtvorbereitung.

Auf dieser Hub-Seite findest du alle relevanten Guides für den Aufbau deines Notvorrats: von der Wasserbevorratung über das Einmachen eigener Lebensmittel bis zum Notfallrucksack für schnelle Evakuierungen. Jede Unterseite enthält konkrete Empfehlungen, Mengenangaben und praktische Tipps.

Das Wichtigste zuerst: Wasser. Ohne Trinkwasser ist jeder Vorrat wertlos. 2 Liter pro Person und Tag — für 10 Tage sind das 20 Liter pro Person. Eine vierköpfige Familie braucht also mindestens 80 Liter. Das sind ungefähr 53 Standard-Wasserflaschen à 1,5 Liter. Kaufe sie beim nächsten Supermarkt-Besuch einfach mit — das dauert 10 Minuten und kostet ca. 20 Euro.

Der Lebensmittelvorrat baut sich am besten schrittweise auf. Du musst nicht sofort alles kaufen — anfangen ist wichtiger als Vollständigkeit. Kaufe beim normalen Einkauf einfach von den haltbaren Produkten immer etwas mehr und lege es beiseite. In 4–6 Wochen hast du so einen vollständigen 10-Tage-Vorrat.

BBK-Notvorrat: Mengenempfehlung pro Person für 10 Tage

Die offiziellen BBK-Mengenempfehlungen für einen 10-Tage-Notvorrat:

KategorieMenge / 10 TageHinweis
Trinkwasser2 Liter/Person/Tag = 20 Liter für 10 TagePET-Flaschen oder HDPE-Kanister
Getreideprodukte3,5 kg pro Person (Nudeln, Reis, Brot etc.)Lange haltbar, vielseitig
Hülsenfrüchte700g pro Person (Linsen, Bohnen, Kichererbsen)Viel Protein, sehr lange haltbar
Gemüse & Obst4 kg pro Person (Konserven, Gläser)Vitamine, ohne Kühlung
Fleisch & Fisch1,5 kg pro Person (Konserven, Thunfisch)Protein, ohne Kühlung
Fette & Öle600ml pro Person (Pflanzenöl, Nüsse)Kalorienreich, langer haltbar
Milchprodukte2,6 kg pro Person (H-Milch, Kondensmilch, Käse)Haltbare Alternativen wählen
Zucker/Süßes900g pro Person (Zucker, Honig, Schokolade)Energie + Moral
SonstigesSalz, Kaffee, Tee, GewürzeKochen und Normalität

Quelle: BBK — Checkliste Notvorrat (bbk.bund.de). Mengen für einen Erwachsenen, 10 Tage.

Alle Notvorrat-Themen im Überblick

Jede Unterseite enthält detaillierte Anleitungen, Produktempfehlungen und konkrete Mengenangaben für deinen Haushalt:

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Häufig gestellte Fragen zum Notvorrat

Wie viel Wasser muss ich für den Notvorrat lagern?
Das BBK empfiehlt 2 Liter pro Person und Tag — für 10 Tage sind das 20 Liter pro Person. Praktisch empfehlen wir 25 Liter (etwas Reserve für Kochen und Hygiene). Eine vierköpfige Familie braucht also mindestens 80–100 Liter. Am besten in handelsüblichen PET-Flaschen (1,5L) oder HDPE-Kanistern lagern.
Welche Lebensmittel eignen sich für den Notvorrat?
Ideal sind Lebensmittel mit langer Haltbarkeit, die keine Kühlung brauchen: Konserven (Gemüse, Hülsenfrüchte, Fisch, Fleisch), Trockenprodukte (Nudeln, Reis, Haferflocken, Linsen), haltbare Fette (Öl, Nüsse), Zucker, Salz, Kaffee/Tee. Auch Lebensmittel, die ohne Kochen gegessen werden können (Cracker, Nüsse, Müsli).
Was kostet ein 10-Tage-Notvorrat?
Ein einfacher 10-Tage-Notvorrat für eine Person kostet ca. 80–150 Euro einmalig. Für eine vierköpfige Familie ca. 250–400 Euro. Der Großteil des Vorrats lässt sich günstig im Supermarkt zusammenstellen — keine teuren Spezialprodukte nötig.
Wie lange ist der Notvorrat haltbar?
Konserven: 2–5 Jahre. Nudeln, Reis, Haferflocken: 1–3 Jahre. Getreide, Linsen, Bohnen (trocken): 2–5 Jahre. Haltbares Öl: 1–2 Jahre. Wasser in PET-Flaschen: mindestens bis zum aufgedruckten MHD. Wichtig: den Vorrat regelmäßig rotieren — ältere Produkte verbrauchen, neue nachkaufen.
Wo soll ich den Notvorrat lagern?
Ideal: Kühler, dunkler, trockener Raum (Keller, Abstellraum, Speisekammer). Temperatur: 10–20 °C. Weg von direkter Sonneneinstrahlung und Wärmequellen. Lebensmittel nicht direkt auf dem Boden lagern (Feuchtigkeitsdiffusion). In Wohnungen ohne Keller: ein kühler Wandschrank oder ein Abstellraum.
Muss ich spezielle Katastrophenschutz-Lebensmittel kaufen?
Nein. Normale Supermarkt-Konserven, Nudeln und Reis sind vollkommen ausreichend. Spezielle Notfallration-Produkte (Lifeboat-Rations, Freeze-Dried-Meals) sind deutlich teurer und nicht notwendig. Das BBK selbst empfiehlt normale Lebensmittel aus dem Supermarkt — was du auch im Alltag isst.
Was gehört außer Lebensmitteln noch zum Notvorrat?
Wasser (wichtigster Punkt), Hausapotheke (Pflaster, Schmerzmittel, Fieberthermometer, Dauermedikamente für 4 Wochen), Hygieneartikel (Seife, Toilettenpapier, Hygienebinden), Dokumente (Kopien von Ausweis, Reisepass, Versicherungen), Bargeld (500 Euro in kleinen Scheinen), Kurbelradio, Taschenlampe.

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