Krisenvorsorge Familie 2026 — Notfallvorsorge mit Kindern
Familien mit Kindern haben im Krisenfall besondere Bedürfnisse. Dieser Leitfaden zeigt wie Sie Ihren Familien-Notfallplan erstellst, Kinder altersgerecht einbeziehst und alle sicher vorbereitest.
Juli 2021, Ahrtal: Fenster bersten, Wasser steigt bis zehn Zentimeter unter die Decke, Kinder schreien vor Angst. Familien werden per Hubschrauber evakuiert. 134 Menschen sterben allein in Rheinland-Pfalz. Was viele Betroffene im Nachhinein sagten: Wir waren nicht vorbereitet. Kein Plan, keine Vorräte, kein Rucksack.
Die Langzeitfolgen trafen Kinder besonders hart. Eine Studie der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz belegt: Emotionale Störungen des Kindesalters (ICD-10 F93) stiegen in der Ahrtal-Region nach der Flut signifikant an, verglichen mit dem Bundesdurchschnitt. Betroffene Kinder mussten den Tod von Verwandten, Freunden und Klassenkameraden verarbeiten, gleichzeitig mit traumatisierten Eltern umgehen und finanzielle Sorgen der Familie mittragen. Das Projekt StAHRk an Grundschulen zeigte: Theaterpädagogische Intervention stärkte die Resilienz betroffener Kinder, unabhängig von Geschlecht und Migrationshintergrund. Vorbereitung allein verhindert keine Katastrophe. Aber sie reduziert die psychische Verwundbarkeit von Kindern messbar.
Das Ahrtal war kein Einzelfall. Der Münsterland-Sturm 2005 ließ 250.000 Haushalte tagelang ohne Strom. Berlin-Köpenick verlor 2019 für 31 Stunden die Versorgung, 31.000 Haushalte betroffen. Die Bundesnetzagentur meldete 2024 insgesamt 164.645 Versorgungsunterbrechungen im deutschen Stromnetz. Im Durchschnitt war jeder Haushalt 11,7 Minuten ohne Strom. Das klingt harmlos, bis Sie realisieren: Einzelne Ausfälle dauerten Stunden oder Tage, und die Statistik bildet keine Extremereignisse durch höhere Gewalt ab.
Hitzewellen kommen hinzu. Der Sommer 2022 brachte Deutschland Rekordtemperaturen, Schulen schlossen vorzeitig, Krankenhäuser meldeten Überlastung durch Dehydrierung bei Kleinkindern. 2024 warnten Meteorologen erneut vor Extremwetter. Wer Kinder hat, spürt die Konsequenzen solcher Ereignisse unmittelbarer als jeder Single-Haushalt. Ein Kleinkind kann seinen Flüssigkeitsbedarf nicht selbst regulieren. Ein Säugling braucht alle zwei Stunden Nahrung. Ein Schulkind sitzt in der Betreuung fest, während Sie auf der Arbeit keine Informationen bekommen.
Für Singles ist ein 24-Stunden-Stromausfall unangenehm. Für Familien mit Säuglingen, Schulkindern oder pflegebedürftigen Angehörigen wird er zur echten Belastungsprobe. Babynahrung muss zubereitet werden, Medikamente kühl gelagert, Kinder beruhigt und beschäftigt. Ohne Vorbereitung eskaliert Stress in Minuten. Bei einem mehrtägigen Blackout verschärft sich jedes einzelne dieser Probleme exponentiell.
Die gute Nachricht: Mit einem strukturierten Familien-Notfallplan und den richtigen Vorräten meistern Familien auch mehrtägige Krisen ohne Panik. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat im Oktober 2025 seinen Ratgeber "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" aktualisiert und erstmals ein eigenes Kapitel zum Umgang mit Ängsten bei Kindern aufgenommen. Der neue Ratgeber deckt Vorsorge-Szenarien von 3 bis 10 Tagen ab, enthält spezifische Hinweise für Familien mit Allergien und Kleinkindern und erklärt die sogenannte "Regel der 2 Wände" zum Schutz bei Explosionen. Die Botschaft ist klar: Kinder einbeziehen, Handlungssicherheit schaffen, nicht Angst schüren.
Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihren Familien-Notfallplan erstellen, Kinder altersgerecht vorbereiten, Vorräte vom Säugling bis zum Teenager berechnen und welche Produkte sich in der Praxis bewährt haben. Sie erfahren, wie Sie sichere Orte in der eigenen Wohnung identifizieren, welche Warn-Apps auf jedes Familienhandy gehören und warum ein einziger "Licht-aus-Abend" mehr Krisenkompetenz vermittelt als zehn Gespräche über Katastrophen. Alle Empfehlungen basieren auf offiziellen Quellen: BBK, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und Verbraucherzentralen.
1. Empfohlene Produkte für Familien
Für Familien mit Kindern sind vor allem drei Produkte besonders wichtig: ein altersgerechter Kinder-Notfallrucksack, ein vollständiger Erste-Hilfe-Koffer nach DIN 13169 und ein stromloses Notfallradio. Diese drei Produkte bilden das Fundament der Krisenvorsorge mit Kindern.
Kaufberatung
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2. Den Familien-Notfallplan erstellen
Ein Notfallplan ist keine dicke Akte. Er muss klar, handlungsorientiert und für alle Familienmitglieder verständlich sein — auch für Kinder. Das BBK empfiehlt, den Plan auf maximal einer DIN-A4-Seite zusammenzufassen, laminiert und griffbereit aufzubewahren. Die Erfahrung aus dem Ahrtal 2021 hat gezeigt: Familien, die vorab einen Treffpunkt und Kommunikationsweg vereinbart hatten, fanden deutlich schneller zusammen als Familien ohne Plan.
Der häufigste Fehler: Familien erstellen einen Plan, legen ihn in eine Schublade und vergessen ihn. Ein Notfallplan funktioniert nur, wenn jedes Familienmitglied ihn kennt. Hängen Sie eine Kopie an den Kühlschrank, geben Sie eine Kopie an die Großeltern, legen Sie eine ins Handschuhfach. Das BBK empfiehlt: einmal jährlich aktualisieren, idealerweise nach der Zeitumstellung im Oktober, wenn ohnehin Rauchmelder geprüft werden.
Die fünf Kernelemente des Familien-Notfallplans
1. Außenkontakt festlegen
Eine Person außerhalb Ihrer Stadt oder Region, die alle Familienmitglieder kontaktieren können. Im Krisenfall sind lokale Telefonnetze überlastet — Fernverbindungen funktionieren zuverlässiger. Diese Person nimmt Nachrichten entgegen und gibt sie an alle weiter. Alle Familienmitglieder kennen diese Nummer auswendig.
2. Zwei Treffpunkte bestimmen
Naher Treffpunkt (z.B. vor dem Haus, direkt um die Ecke): für Situationen wie ein Hausbrand. Ferner Treffpunkt (z.B. die Schule, die Wohnung der Großeltern, ein bekanntes Gebäude): für Evakuierungen aus dem Viertel. Alle Familienmitglieder kennen beide Orte und wissen: Wenn niemand erreichbar ist — Treffpunkt aufsuchen und warten.
3. Schulprotokoll klären
Klären Sie mit der Schule oder dem Kindergarten deren Notfallprotokoll: Wer darf Ihr Kind abholen? Wie werden Eltern informiert? Benennen Sie konkrete Bevollmächtigte (Großeltern, Nachbarn). Ihr Kind soll wissen: "Ich warte in der Schule bis jemand von unserer Liste kommt."
4. Abschaltpunkte kennen
Wo ist der Hauptwasserhahn? Wo der Gashahn? Wo der Sicherungskasten? Diese Standorte müssen alle erwachsenen Familienmitglieder kennen — und Teenager ab ca. 14 Jahren. Das ist kein Prepping-Extremismus, das ist normales Haushalten.
5. Besondere Bedürfnisse dokumentieren
Allergien, Medikamente, medizinische Geräte — das muss im Plan stehen. Besonders für den Fall, dass ein Elternteil gerade nicht da ist und Großeltern oder Nachbarn einspringen müssen. Standort der Medikamente und Dosierungen auf der Planseite vermerken.
Notfallplan einmal im Jahr überprüfen
Telefonnummern ändern sich. Kinder wachsen und können mehr verstehen. Treffpunkte können sich verändern. Planen Sie einmal pro Jahr — z.B. nach der Sommerzeit-Umstellung — einen "Notfallplan-Check": 20 Minuten als Familie, ob noch alles stimmt.
Das Relaisstation-Prinzip: Warum der Außenkontakt so wichtig ist
Bei Naturkatastrophen wie dem Ahrtal-Hochwasser oder großflächigen Stromausfällen brechen lokale Mobilfunknetze zusammen. SMS haben eine höhere Zustellquote als Anrufe, weil sie weniger Netzkapazität benötigen. Trotzdem: Wenn das lokale Netz komplett ausfällt, hilft nur ein Kontakt außerhalb der betroffenen Region. Diese Person fungiert als Relaisstation. Alle Familienmitglieder melden sich dort, die Relaisstation gibt den Status an alle weiter. Das DRK empfiehlt dafür einen Verwandten oder Freund, der mindestens 100 Kilometer entfernt lebt.
Tipp: Schreiben Sie die Nummer des Außenkontakts auf die Krisenvorsorge-Checkliste und in das Handy jedes Familienmitglieds. Kinder ab 6 Jahren sollten diese Nummer auswendig können.
Was auf die Plan-Karte gehört
| Rubrik | Inhalt |
|---|---|
| Notfallkontakte | Arzt, Schule, Netzbetreiber, Außenkontakt, Apotheke |
| Treffpunkte | Adresse/Beschreibung nah + fern, mit Skizze wenn nötig |
| Abschaltpunkte | Standort Sicherungskasten, Hauptwasserhahn, Gashahn |
| Medizin | Allergien, Medikamente, Dosierungen, Standort |
| Notvorrat | Standort von Vorräten, Rucksäcken, Dokumenten |
| Evakuierung | Notunterkunft Adresse, Route, Transportmittel |
3. Kinder altersgerecht in die Notfallvorsorge einbeziehen
Kinder, die wissen was im Notfall zu tun ist, reagieren ruhiger und sicherer als Kinder, die hilflos sind. Das BBK und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) empfehlen explizit, Kinder aktiv einzubeziehen. Der aktualisierte BBK-Ratgeber von Oktober 2025 enthält erstmals ein eigenes Kapitel zum Umgang mit kindlichen Ängsten in Krisensituationen. Die zentrale Erkenntnis: Handlungskompetenz schützt vor Hilflosigkeit.
Das bedeutet konkret: Sprechen Sie handlungsorientiert. "Was tun wir wenn der Strom ausfällt?" statt "Was passiert wenn eine Katastrophe kommt?". Kinder brauchen keine Schreckensszenarien. Sie brauchen klare Anweisungen, die sie verstehen und umsetzen können. Eine Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) belegt: Kinder, die in die Notfallplanung einbezogen werden, zeigen in echten Krisensituationen signifikant weniger Angstsymptome als Kinder, die von ihren Eltern "geschützt" und uninformiert gehalten wurden.
Wichtig: Passen Sie die Kommunikation dem Alter an. Ein Sechsjähriger braucht zwei einfache Regeln. Ein Teenager kann komplexe Szenarien durchdenken und Verantwortung übernehmen.
Altersgerechte Informationen
3–5 Jahre: Zwei einfache Regeln
- — Wenn es piept (Rauchmelder): raus und warten
- — Treffpunkt zeigen und üben
- — "Wenn Dunkel: Taschenlampe holen"
- — Keine Erklärungen zu Krisenszenarien nötig
6–9 Jahre: Grundregeln lernen
- — Notruf 112: wann und wie anrufen
- — Elternnummern auswendig kennen
- — Beide Treffpunkte kennen
- — Eigenen kleinen Notfallrucksack kennen
10–13 Jahre: Aktive Beteiligung
- — Erste-Hilfe-Grundkurs besuchen
- — Sicherungskasten und Wasserhahn kennen
- — Notfallplan komplett kennen
- — Jüngere Geschwister im Notfall begleiten
14+ Jahre: Mitverantwortung
- — Vollständiger Plan inklusive Evakuierungsrouten
- — Strom/Gas/Wasser abschalten können
- — Außenkontakt kennen und nutzen
- — Erste Hilfe inklusive Reanimation
Spielerisch üben: der Licht-Aus-Abend
Führe einmal pro Monat oder Quartal einen "Licht-aus-Abend" ein: eine Stunde ohne Strom — Kerzen oder Taschenlampen, Brettspiele statt Tablet, gemeinsames Kochen auf dem Campingkocher. Kinder lernen so spielerisch, dass Dunkelheit kein Schrecken ist, sondern ein bekannter Zustand. Das ist das wertvollste Krisenvorsorge-Training für Kinder.
Die Notfall-Sicherheitskarte für Kinder
Erstellen Sie für jedes Kind eine laminierte Karte im Scheckkartenformat mit folgenden Informationen:
- Name des Kindes, Geburtsdatum
- Vollständige Adresse
- Handynummern beider Elternteile
- Nummer des Außenkontakts (z.B. Oma in einer anderen Stadt)
- Standort des nahen und fernen Treffpunkts
- Allergien oder Medikamente falls vorhanden
Diese Karte kommt in den Schulranzen, in die Jackentasche des Kindes und in den Notfallrucksack. Bei einer Evakuierung oder einem Schulzwischenfall wissen alle Beteiligten sofort, was zu tun ist.
Gespräche über Krisen: Was Kinderpsychologen empfehlen
Der BBK-Ratgeber 2025 betont: Eltern sollten eigene Ängste nicht auf Kinder übertragen. Wenn Sie selbst nervös über Krisenszenarien sprechen, überträgt sich das auf Ihre Kinder. Bleiben Sie sachlich und lösungsorientiert. Drei Grundregeln für das Gespräch mit Kindern über Notfälle:
- Fragen beantworten, nicht ausweichen: Wenn Ihr Kind fragt "Was passiert bei einem Stromausfall?", antworten Sie ehrlich und konkret. "Dann benutzen wir unsere Taschenlampen und den Campingkocher. Wir haben alles vorbereitet." Ausweichen erzeugt mehr Unsicherheit als eine ehrliche Antwort.
- Kontrolle betonen: "Wir wissen, was wir tun" ist der wichtigste Satz. Kinder brauchen das Gefühl, dass ihre Eltern die Lage im Griff haben. Zeigen Sie den Notvorrat und den Notfallrucksack: "Schau, das haben wir alles vorbereitet."
- Üben statt reden: Ein einziger "Licht-aus-Abend" vermittelt mehr Sicherheit als zehn Gespräche über Krisenszenarien. Kinder lernen durch Erfahrung, nicht durch Theorie. Machen Sie Krisenvorsorge zu einem normalen Teil des Familienlebens.
- Medienkonsum begrenzen: Bilder von Katastrophen in Nachrichtensendungen können Kinder massiv verunsichern. Nach dem Ahrtal-Hochwasser berichteten Kinderpsychologen von einem deutlichen Anstieg emotionaler Störungen bei Kindern. Filtern Sie Nachrichten altersgerecht und besprechen Sie Gesehenes aktiv.
4. Notfallvorrat für die Familie berechnen
Das BBK empfiehlt 10 Tage Notvorrat für jeden Haushalt. Für Familien müssen die Mengen nach Alter und besonderen Bedürfnissen berechnet werden. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellt unter ernaehrungsvorsorge.de einen Vorratsrechner bereit, mit dem Sie den individuellen Bedarf Ihrer Familie kalkulieren. Die Faustformel: 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag, plus 0,5 Liter zum Kochen. Hier die Grundmengen nach Altersgruppen:
| Person | Wasser / Tag | Kalorien / Tag | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Erwachsener | 2,0 L | 2.000–2.500 kcal | Standardbedarf |
| Kind 10–14 Jahre | 1,7 L | 1.800–2.200 kcal | Lieblingsessen einplanen |
| Kind 6–9 Jahre | 1,5 L | 1.500–1.800 kcal | Vertraute Nahrungsmittel wichtig |
| Kleinkind 2–5 Jahre | 1,0 L | 1.000–1.400 kcal | Weiche, bekannte Speisen |
| Säugling unter 1 Jahr | über Muttermilch/Formel | Muttermilch oder Formel | Separate Planung nötig |
Rechenbeispiel: Familie mit 2 Kindern, 10 Tage
4-köpfige Familie: 2 Erwachsene + Kind 8 Jahre + Kind 12 Jahre
| Wasser (2×2L + 2×1,6L) × 10 Tage | 72 Liter |
| Haltbare Lebensmittel (Konserven, Hülsenfrüchte, Reis, Nudeln) | ca. 15–20 kg |
| Kinder-Extras: Lieblingssnacks, Kekse, Schokolade | 2–3 kg |
| Babynahrung / Spezialdiät | nach Bedarf |
| Küchensalz, Hygieneartikel, Campingkocher + Gas | separat planen |
Warum Kinder-Lieblingsessen wichtig sind: In Stresssituationen essen Kinder ungern unbekannte Nahrungsmittel. Vertraute Lebensmittel — auch wenn sie weniger "ideal" sind — sorgen für Stabilität und Normalität in Ausnahmesituationen.
Praktische Vorratsliste für Familien mit Kindern
Die Stiftung Warentest und das BBK empfehlen: Lagern Sie Lebensmittel, die auch kalt gegessen werden können. Bei einem Stromausfall funktioniert weder Herd noch Mikrowelle. Ein tragbare Powerstation oder ein Campingkocher lösen dieses Problem, aber planen Sie trotzdem kalt verzehrbare Optionen ein.
| Kategorie | Empfohlene Produkte | Menge (4 Personen, 10 Tage) |
|---|---|---|
| Getreide und Brot | Knäckebrot, Zwieback, Haferflocken, Reis, Nudeln | ca. 7 kg |
| Konserven | Eintöpfe, Ravioli, Thunfisch, Mais, Erbsen, Bohnen | ca. 10 kg (20 Dosen) |
| Haltbare Milch | H-Milch, Trockenmilchpulver, Hartkäse | 5 Liter + 500 g Pulver |
| Obst und Gemüse | Obstkonserven, Trockenobst, Nüsse, Kartoffeln | ca. 8 kg |
| Kinder-Extras | Müsliriegel, Kekse, Schokolade, Gummibärchen, Lieblingsbrei | ca. 3 kg |
| Fette und Gewürze | Speiseöl, Salz, Zucker, Honig, Essig | je 500 g–1 L |
Rotieren Sie Ihren Vorrat nach dem Prinzip "first in, first out": Neue Produkte nach hinten, ältere nach vorne. So verbrauchen Sie alles vor dem Ablaufdatum und verschwenden nichts. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, den Vorrat in den normalen Einkauf zu integrieren, statt alles auf einmal zu kaufen.
Wasser: das unterschätzte Problem
72 Liter Wasser für eine vierköpfige Familie klingen nach viel. Das sind 36 Zweiliterfaschen oder neun Sixpacks. In einer Mietwohnung ist das eine logistische Herausforderung. Praktische Lösungen: Lagern Sie Wasser unter Betten, in Abstellkammern oder verteilt auf mehrere Räume. Ein Wasserfilter reduziert die nötige Lagermenge, weil Sie im Notfall auch Leitungswasser aus der Badewanne oder Regenwasser filtern können. Das BBK empfiehlt Wasseraufbereitungstabletten als zusätzliche Absicherung.
Medikamente für Kinder bevorraten
Fiebermittel (Ibuprofen/Paracetamol in altersgerechter Dosierung), Antihistaminika bei Allergieneigung, Elektrolytlösungen für Durchfall, Wundversorgung. Für verschreibungspflichtige Medikamente frühzeitig mit dem Kinderarzt über einen Notvorrat sprechen — mindestens 4 Wochen.
5. Familien mit Säuglingen und Kleinkindern
Säuglinge und Kleinkinder stellen die größte Herausforderung in der Krisenvorsorge dar — und werden am häufigsten vergessen. Ein Neugeborenes kann nicht drei Tage auf eine Notration warten. Es braucht alle zwei bis drei Stunden Nahrung, saubere Windeln und eine warme Umgebung. Ohne Vorbereitung wird das in einer Krise zum akuten Problem.
Die Johanniter und das DRK betonen in ihren Krisenvorsorge-Empfehlungen: Familien mit Kindern unter drei Jahren brauchen einen spezifisch erweiterten Notvorrat. Standard-Checklisten reichen nicht aus. Planen Sie mindestens das Doppelte an Vorbereitungszeit ein, wenn ein Säugling oder Kleinkind zum Haushalt gehört.
Stillende Mütter: die beste Krisenvorsorge für Säuglinge
Stillen ist in der Krisenvorsorge unschlagbar: keine Aufbereitung nötig, immer verfügbar, sterile Nahrung, immunisierend. Stillende Mütter brauchen ausreichend Kalorien (ca. 500 kcal extra pro Tag) und Flüssigkeit (mind. 2,5 Liter pro Tag). Der Stresshormon-Anstieg in Krisensituationen kann die Milchproduktion vorübergehend reduzieren — das ist normal und vorübergehend.
Formel-Vorrat für nicht-stillende Familien
Vorratsmenge
Mindestens 4 Wochen Babynahrung in Pulverform bevorraten (deutlich länger haltbar als Fertigprodukte). Ein Neugeborenes verbraucht ca. 150 g Pulver pro Woche, ältere Säuglinge mehr. Immer Wasserfilter oder Desinfektionstabletten für die Zubereitung einplanen.
Zubereitung im Krisenfall
Wasser muss abgekocht oder gefiltert sein. Campingkocher einplanen. Sterilisationsausrüstung (Steritabs oder Kochtopf) bereithalten. Bei Stromausfall: Flaschenwärmer funktionieren auch über Campingkocher oder in einem Wasserbad.
Psychologische Sicherheit für Kleinkinder
Kleinkinder registrieren die emotionale Verfassung der Eltern sehr genau. Was die psychologische Stabilität sichert:
- Vertraute Gegenstände mitnehmen: Kuscheltier, Lieblingsdecke, Schnuller — das sind die wichtigsten Gegenstände im Notfallrucksack für Kleinkinder, nicht das teuerste Ausrüstungsteil.
- Routinen aufrechterhalten: Schlafzeit, Essenszeit und Rituale so weit wie möglich beibehalten — auch in der Krise. Das signalisiert Sicherheit.
- Ruhig erklären: "Wir machen gerade ein Abenteuer. Alle sind zusammen." Kleinkinder brauchen keine Details, sie brauchen Elternruhe.
- Beschäftigung einplanen: Lieblingsbücher, einfache Spielzeuge — ein Vorrat davon im Notfallrucksack spart in langen Warte- oder Ausharrphasen viel Energie.
Windeln und Hygiene
Ein Neugeborenes verbraucht 8–12 Windeln pro Tag. Für einen 10-Tages-Vorrat braucht man 80–120 Windeln. Hinzu kommen Feuchttücher (große Packung), Wund- und Heilsalbe und Hautpflegeprodukte. Ausreichend Beutel zur hygienischen Entsorgung einplanen — bei längeren Stromausfällen kann die Müllabfuhr aussetzen.
Stoffwindeln als Backup: Falls Einwegwindeln ausgehen, sind Stoffwindeln oder improvisierte Wickeleinlagen aus Handtüchern und Plastiktüten eine Notlösung. Keine elegante Option, aber funktional. Besorgen Sie vorsorglich ein Set wiederverwendbarer Stoffwindeln. Diese kosten ca. 15–20 Euro für ein Fünferpack und halten im Notfall wochenlang.
Checkliste Säugling und Kleinkind
| Artikel | Menge (10 Tage) | Hinweis |
|---|---|---|
| Windeln | 80–120 Stück | Größe regelmäßig anpassen |
| Feuchttücher | 3 große Packungen | Auch als Waschlappen-Ersatz |
| Säuglingsnahrung (Pulver) | 2–3 Packungen à 800 g | Nur wenn nicht gestillt wird |
| Babybrei (Gläschen) | 20–30 Gläschen | Ab Beikostalter, auch kalt essbar |
| Fiebersaft / Zäpfchen | 1 Flasche / 1 Packung | Altersgerechte Dosierung beachten |
| Elektrolytlösung | 2 Packungen | Lebensrettend bei Durchfall |
| Schnuller und Kuscheltier | Ersatz bereithalten | Psychologische Anker, nicht vergessen |
Babybrei-Gläschen: auch kalt genießbar
Viele Eltern wissen es nicht: Babybrei aus dem Glas kann problemlos kalt gefüttert werden. Die Gläschen sind sterilisiert und ohne Kühlung monatelang haltbar. Bei einem Stromausfall ist das Gold wert. Lagern Sie 20–30 Gläschen in den Lieblingsgeschmacksrichtungen Ihres Kindes.
6. Notfallrucksäcke für alle Familienmitglieder
Bei einer schnellen Evakuierung bleibt keine Zeit zum Suchen. Beim Ahrtal-Hochwasser hatten Familien teilweise nur Minuten, um das Haus zu verlassen. Jedes Familienmitglied sollte einen vorgepackten Rucksack haben — oder zumindest wissen, wo die gemeinsamen Gepäckstücke stehen. Das BBK empfiehlt: Der Notfallrucksack steht griffbereit im Flur oder an einem festen Platz, den alle kennen.
Faustregel für das Gewicht: Pro Person maximal 20 Prozent des Körpergewichts tragen. Ein 30 Kilogramm schweres Kind sollte also maximal 6 Kilogramm schultern. Packen Sie für Kleinkinder unter 5 Jahren keinen eigenen Rucksack — deren Gepäck verteilen Sie auf die Erwachsenen-Rucksäcke. Ab 6 Jahren können Kinder einen kleinen, leichten Rucksack selbst tragen. Das stärkt die Eigenverantwortung und gibt Kindern das Gefühl, aktiv beizutragen.
Erwachsenen-Notfallrucksack
- — Wichtige Dokumente (wasserdicht eingepackt)
- — Bargeld in kleinen Scheinen und Münzen
- — Medikamente (7 Tage)
- — Wasser (1,5 L Flasche) + Wasserfilter
- — Notfallration für 3 Tage
- — Taschenlampe mit Ersatzbatterien
- — Powerbank (geladen)
- — Erste-Hilfe-Set
- — Wetterfeste Kleidung (3 Tage)
- — Schlafsack / Rettungsfolie
- — Kopie des Notfallplans
Kinder-Notfallrucksack (ab 6 Jahren)
- — Notfall-Sicherheitskarte (laminiert)
- — Eigene kleine Taschenlampe
- — Notfallpfeife
- — Wasser und Snacks für 1 Tag
- — Wechselkleidung (2 Tage)
- — Rettungsfolie
- — 1 Kuscheltier (psychologisch wichtig!)
- — 1–2 Bücher oder kleines Spiel
- — Kleines Erste-Hilfe-Set
- — Pflaster und Feuchttücher
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Erste-Hilfe für Familien
Die Erste-Hilfe-Ausstattung gehört in jeden Familienhaushalt. Ein vollständiger Verbandkasten nach DIN 13169 deckt die Grundversorgung ab: Verbandmaterial, Kompressen, Pflaster, Schere, Einmalhandschuhe und Rettungsdecke. Für Familien mit Kindern ergänzen Sie um: Kinderpflaster, Fieberthermometer, Zeckenzange und eine Kalt-Kompresse.

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Dokumente: Was in den Rucksack gehört
Im Evakuierungsfall brauchen Sie Ihre wichtigsten Dokumente sofort griffbereit. Das BBK empfiehlt eine wasserdichte Dokumentenmappe mit folgenden Kopien: Personalausweise und Reisepässe aller Familienmitglieder, Geburtsurkunden der Kinder, Impfpässe und Allergieausweise, Versicherungspolicen (Hausrat, Haftpflicht, Krankenversicherung), Grundbuchauszug oder Mietvertrag, Testament und Patientenverfügung. Speichern Sie zusätzlich digitale Kopien auf einem USB-Stick im Rucksack und in einer Cloud. Im Krisenfall erleichtern vollständige Dokumente den Zugang zu Hilfsleistungen erheblich.
7. Kommunikationsplan für Familien in Krisen
Im Krisenfall ist Kommunikation die schwierigste Aufgabe — besonders wenn Familienmitglieder verteilt sind. Der typische Wochentag: Ein Elternteil auf der Arbeit, das andere beim Einkaufen, ein Kind in der Schule, das andere beim Sport. Wenn jetzt ein Erdbeben, eine Explosion oder ein großflächiger Stromausfall eintritt, bricht die Kommunikationskette sofort. Mobilfunkmasten haben Notstrom-Akkus für 30 bis 60 Minuten. Danach herrscht Funkstille.
Das BBK betont: Familien brauchen einen dreistufigen Kommunikationsplan, den jedes Mitglied ab 6 Jahren versteht. Die wichtigste Regel dabei: Im Zweifel den Treffpunkt aufsuchen und dort warten. Nicht durch die Stadt irren, nicht panisch suchen.
Die Stufen-Strategie
Stufe 1: Normale Kommunikation funktioniert
Anruf → SMS → Messaging (WhatsApp/Signal). Alle Familienmitglieder melden sich kurz beim Außenkontakt: "Ich bin ok, Standort X."
Stufe 2: Netz überlastet
SMS statt Anruf (verbraucht weniger Netzkapazität). Nachrichten über Außenkontakt weiterleiten. PMR-Funk für direkte lokale Verbindung in der Familie.
Stufe 3: Kein Netz
Treffpunkt aufsuchen. Notfallradio einschalten für öffentliche Durchsagen. Auf schriftliche Nachrichten setzen (Zettel am Treffpunkt hinterlassen).
Warn-Apps und Sirenen: mehrere Kanäle nutzen
Verlassen Sie sich nicht auf einen einzigen Warnkanal. Installieren Sie die NINA-App (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) des BBK auf allen Smartphones der Familie. Aktivieren Sie Cell Broadcast auf Ihren Handys — diese Technologie sendet Warnungen direkt an alle Mobiltelefone in einer Funkzelle, ohne dass eine App nötig ist. Nach dem bundesweiten Warntag 2023 hat Deutschland seine Warninfrastruktur deutlich ausgebaut. Testen Sie bei jedem Warntag (jährlich im September), ob alle Warnkanäle funktionieren.
Notfallradio: immer einplanen
Ein Kurbelradio oder Solarradio funktioniert ohne Strom und ohne Internetverbindung. Der Rundfunk ist in Deutschland die offizielle Warninfrastruktur — über DAB+ und UKW werden Katastrophenschutzhinweise übertragen. Wenn Mobilfunk und Internet ausfallen, ist das Radio die letzte verlässliche Informationsquelle. Für Familien mit Kindern besonders wichtig: Sie erfahren über Radio, ob Schulen geschlossen bleiben, welche Straßen gesperrt sind und wo Notunterkünfte eingerichtet wurden. Mehr zum Thema Kommunikation ohne Strom.

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8. Notfallübungen spielerisch durchführen
Wissen ohne Übung ist wenig wert — besonders für Kinder. Die Feuerwehr übt regelmäßig, das THW übt regelmäßig, Schulen üben Feueralarm. Ihre Familie sollte das auch tun. Der Unterschied: Bei Familienübungen geht es nicht um Perfektion, sondern um Vertrautheit. Ein Kind, das einmal bei einem simulierten Stromausfall die Taschenlampe geholt hat, wird das im Ernstfall automatisch tun.
Planen Sie vier Übungen pro Jahr ein — eine pro Quartal. Machen Sie daraus ein positives Familienerlebnis, kein Stresstest. Hier die bewährten Formate:
Feuerprobe
Einmal im Jahr als angekündigte Übung: Rauchmelder auslösen (Testknopf), alle treffen sich am nahen Treffpunkt. Kinder lernen: kein Schrecken, sondern bekannte Reaktionskette. Zeit stoppen, nächstes Mal besser werden.
Licht-Aus-Abend
1–2 Stunden ohne Strom, mit Taschenlampen und Kerzen. Brettspiele, Vorlesen, Kochen auf dem Campingkocher. Vermittelt Vertrautheit mit der Dunkelheit und zeigt, dass das Leben weitergeht.
Notruf-Training
Mit Kindern ab 6 Jahren: Was sagt man beim Notruf 112? Wer sind Sie? Was ist passiert? Wo sind Sie? Als Rollenspiel üben — ohne Handy anzurufen natürlich. Das gibt Handlungssicherheit ohne echten Alarm.
Rucksack-Check
Einmal im Jahr gemeinsam: Notfallrucksäcke rausnehmen, Inhalt prüfen. Was ist abgelaufen? Was fehlt? Kinder ab 8 Jahren können ihren eigenen Rucksack selbst checken. Das vermittelt Eigenverantwortung.
Weitere Übungsideen für Familien
- Evakuierungslauf: Alle Familienmitglieder greifen ihren Notfallrucksack und treffen sich am nahen Treffpunkt. Zeit stoppen. Beim zweiten Mal verbessert sich die Familie automatisch. Kinder lieben den Wettbewerbscharakter.
- Wasser-Rationierung: Einen Tag lang nur die vorgesehene Notfallration an Wasser verwenden. Das macht greifbar, wie viel (oder wenig) 2 Liter pro Person sind und warum sparsamer Umgang zählt.
- Campingkocher-Abend: Eine Mahlzeit komplett auf dem Campingkocher zubereiten. Kinder ab 10 Jahren können unter Aufsicht mitkochen. Das vermittelt eine praktische Fähigkeit und zeigt: Warmes Essen ist auch ohne Strom möglich.
- Erste-Hilfe-Auffrischung: Einmal pro Jahr als Familie grundlegende Erste-Hilfe üben. Pflaster kleben, stabile Seitenlage, Verband anlegen. Kinder ab 8 Jahren können das. Ab 14 Jahren: Reanimation an einer Übungspuppe.
Was Forschung über Krisenvorsorge und Kinder sagt
Studien des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zeigen: Kinder, die in ihre Notfallplanung einbezogen werden, zeigen in Krisensituationen weniger Angstsymptome als Kinder, die "geschützt" wurden. Nach der Ahrtal-Flut 2021 beobachteten Psychologen einen deutlichen Anstieg emotionaler Störungen bei Kindern in der betroffenen Region. Handlungskompetenz schützt vor Hilflosigkeit — das gilt im Brandfall genauso wie beim Stromausfall oder Hochwasser.
9. Haustiere in der Krisenvorsorge
Über 34 Millionen Haustiere leben in Deutschland — in vielen Familien mit Kindern. Im Krisenfall sind sie oft das vergessene Mitglied. Notunterkünfte nehmen häufig keine Tiere auf, was Evakuierungsentscheidungen massiv beeinflusst. Beim Ahrtal-Hochwasser weigerten sich manche Familien, ihr Haus zu verlassen, weil sie ihre Tiere nicht mitnehmen konnten. Planen Sie deshalb im Voraus. Mehr dazu auf unserer Seite Vorsorge für Haustiere.
Haustier-Notfallplan
- Vorräte: Mindestens 2 Wochen Futter bevorraten. Wassernapf und Reisegeschirr bereithalten. Dosenfutter ist länger haltbar als Trockenfutter.
- Tierärztliche Unterlagen: Impfpass, Medikamente, Krankheitshistorie — im Notfallrucksack des Tiers. Bei chronisch kranken Tieren: Medikamentenvorrat für mindestens 4 Wochen.
- Transportbox: Katzen und kleinere Hunde brauchen eine Transportbox. Die muss bekannt und nicht mit Stress verbunden sein — vorher eingewöhnen. Lassen Sie die Box offen im Wohnzimmer stehen, damit Ihr Tier sie als normalen Rückzugsort kennt.
- Notunterkunft klären: Welche Notunterkünfte nehmen Tiere? Gibt es tierfreundliche Optionen bei Freunden oder Verwandten? Klären Sie das vorab, nicht erst im Ernstfall.
- Chip und Halsband: Aktueller Chip mit aktueller Adresse und Telefonnummer. Bei Evakuierungshektik können Tiere weglaufen. Eine aktuelle Registrierung bei TASSO oder FINDEFIX kostet nichts und erhöht die Rückführungsquote massiv.
Kinder und Haustiere im Krisenfall
Für Kinder ist das Haustier oft der engste Vertraute. Die Trennung vom Haustier in einer Krisensituation kann für Kinder traumatischer sein als die Krise selbst. Beziehen Sie Kinder ab 8 Jahren in die Haustier-Notfallvorsorge ein: Sie können den Futtervorrat prüfen, die Transportbox vorbereiten und den Impfpass bereithalten. Das stärkt Verantwortungsbewusstsein und gibt Kindern eine konkrete Aufgabe, die von der Krisensituation ablenkt.
10. Häufige Fragen zur Notfallvorsorge mit Kindern
▸Wie erkläre ich Kindern Krisenvorsorge ohne Angst zu machen?
▸Was muss eine Familie mit Säugling extra bevorraten?
▸Was wenn Kinder bei einer Krise in der Schule sind?
▸Wie viel Wasser braucht eine Familie mit 2 Kindern für 10 Tage?
▸Ab welchem Alter können Kinder am Notfallplan beteiligt werden?
▸Was sollte im schriftlichen Familien-Notfallplan stehen?
▸Welcher Notfallrucksack ist für Kinder geeignet?
▸Wie bereite ich Kinder auf einen Stromausfall vor?
Quellen & weiterführende Links
- Krisenfall.eu — Ultimativer Krisenvorsorge-Guide 2026 (Notvorrat, Blackout, Wasser, Finanzen)
- BBK — Vorsorge für die Familie (Ratgeber "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen", aktualisiert Oktober 2025)
- BBK — Ratgeber und Checkliste als PDF-Download
- DRK — Katastrophenschutz und Krisenvorsorge
- BMEL — Vorratsrechner und Vorratstabelle (ernaehrungsvorsorge.de)
- Bundesnetzagentur — Versorgungsunterbrechungen Strom 2024 (SAIDI-Statistik)
- Verbraucherzentrale — Energieversorgung und Stromausfall-Vorbereitung
- BZgA — Kindergesundheit: Hinweise für Notfallsituationen
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